10 Experten für die Innere Balance

Wenn unsere Seele aus der Balance gerät, äußert sich das auf unterschiedliche Art und Weise. Die nachfolgenden Tipps und Übungen helfen, Körper, Geist und Seele wieder ins gesunde Gleichgewicht zu bringen.

Das Corona-Virus hat sich in unsere Gedanken und damit in unser Hirn eingenistet. Die Angst vor dem Unbekannten und die Unsicherheiten darüber, welche Auswirkungen die Corona-Politik auf unser Leben hat, strapaziert die Nerven vieler Menschen zusätzlich.

Wie wirken die auferlegten Zwänge und Ängste in unserem Gehirn? Unabhängig von der individuell erlebten emotionalen Konditionierung bewirken tiefe Schwingungen stets, dass unsere Opferstrukturen getriggert und das Temperament mehr oder weniger stark aus seinem Gleichgewicht gerät. Strukturell betrachtet ähnelt unser Fühlen, Denken, Reden und Handeln dann einer Tanne, die aufgrund ihres einseitigen Wuchses Schlagseite bekommt. Bewegungsmangel, ungesundes Essen, Existenzängste und privater Frust wirken zusätzlich wie „saurer Regen“ auf unsere Seele. 

Mit diesem Sammelwerk möchte ich euch zunächst in eine neue Terminologie und Methodik über das Temperament einführen und dann neun weitere Experten vorstellen, die sich mit unterschiedlichen Herangehensweisen darauf spezialisiert haben, die Menschen wieder in ihr Gleichgewicht zu bringen. Mit anderen Worten zweigen wir dir Wege auf, wie du deine seelische Tanne zum gesunden Wachstum anregst und gerade rückst!

Tipp 1# Das Temperament als bipolaren Entfaltungsraum begreifen

Ich bin Monika M. Hoyer, Jahrgang 1971, habe als Diplom-Betriebswirtin und Projekt-Managerin viele Change-Prozesse für Vorstände umgesetzt und Personalentscheidungen begleitet. Heute bin ich auf Persönlichkeitsdiagnostik und das High Performance Coaching von Vorständen, Künstlern und talentierten Nachwuchskräften spezialisiert. Mit meinen Workshop „Projektmanagment & die 10 strategischen Schwimmregeln“ zeige ich Managern darüber hinaus auf, wie sie ihr Unternehmen in das gesunde Gleichgewicht bringen und sich dadurch “Jenseits des Mittelmaßes” positionieren.

Was ist das Temperament?
Jeder Mensch ist mit einem Temperament ausgestattet. Angela Merkel hat eins, Jens Spahn ein anderes und du hast auch eins. Umgangssprachlich drückt sich das in seiner Wirkung in Sätzen aus wie: „Der hat ein schwieriges Temperament“, „Er hat ein egoistisches Temperament“ oder sie hat ein „angenehmes Temperament“. Aber was ist es genau? Unabhängig von der Epoche wird das Temperament ganz allgemein als das Bestreben verstanden, umweltstabile Merkmale von der Gesamtpersönlichkeit zu isolieren, die als angeborene oder vorcodierte Muster der reinen Ich-Identität bezeichnet werden können. Vereinfacht gesprochen handelt es sich dabei um Muster in unserem Fühlen, Denken, Reden und Handeln, die als fester Bestandteil unserer Persönlichkeit gelten. Muster, die der Mensch als Ich-synton (also zum Ich gehörig) empfindet und nicht über seine Umwelt erlernt oder über das Unterbewusstsein seiner Sippe übertragen bekommen hat. Diese unbewussten Muster waren offensichtlich schon bei der Geburt vorhanden, wurden dann im Laufe des Lebens lediglich aktiviert und ausgeformt. Das Temperament eines jeden Menschen muss somit zunächst als ein bipolarer Entfaltungsraum von Mustern verstanden werden, in dem sich die Ich-Identität im Rahmen ihrer Möglichkeiten frei entfalten kann.

Wie kann ich mir diesen bipolaren Entfaltungsraum konkreter vorstellen?
Anatomisch betrachtet bildet das Temperament ein neuronales Grundgerüst bestehend aus fest verbundenen Faserbahnen, in das spätere Informationen „hineingeboren“ werden. Wenngleich die Muster des Temperaments sich innerhalb eines Auswahlraumes unterscheiden, so sind dessen Gesetzmäßigkeiten identisch. Die nachfolgende Darstellung des Entfaltungsraumes, den ich in drei Formationen und sechs Typen unterteile, stellt das Grobkonzept dar. Wagen wir einen Blick auf die neue Terminologie, beginnen mit der Formation A.

Die drei Formationen des Tempeaments

Man muss kein Förster sein, um zu erkennen, dass die Opfer- und Tätertanne (Formation A: Opfer-Täter-Duo) aus dem Gleichgewicht geraten sind, sie aufgrund ihres einseitigen Wuchses bedrohlich krank ausschauen! Hier wird vom „Täter“ eine sehr tiefe Schwingung erzeugt, die vom Unterbewusstsein des „Opfers“ als Überschreitung der körperlichen oder seelischen Ich-Grenze erlebt wird.

Eine etwas höhere Schwingungsfrequenz haben die Typen der Formation B. So richtig gesund sehen die Tannen des bedingt Geschätzten (Typ 3) und des bedingt Schätzenden (Typ 4) auch nicht aus. Zusammen bilden sie das „Dressur-Duo“. Die innere Haltung des Akteurs lautet: „Ich schätze dich nur, wenn du meine Bedingungen und meinen Willen erfüllst“. Wer jetzt an Angela Merkel, Jens Spahn, Markus Söder und Co denkt, der hat den Tenor dieser Akteure erkannt. Die operante Konditionierung, die vom Sender ausgeht, wird vom Unterbewusstsein des Empfängers (der bedingt Geschätzte) als angenehme Konsequenz (Belohnung) erlebt. Bei näherer Betrachtung wird er nur deshalb geschätzt, weil er auf seinen eigenen Willen und seine Bedürfnisse verzichtet. Dieses Vorgehen ähnelt einer Dressur, wie es Hundebesitzer mit ihrem Vierbeiner machen.

Während wir uns selbst damit häufig zufrieden geben, ein Leben aus Formation A oder B heraus zu führen, erwarten wir zu Weihnachten eine gesunde, perfekt ausbalancierte Tanne. Nur die beiden Tannen des Gesehenen (Typ 5) und des Ganzheitlichen (Typ 6) schauen dynamisch, gut ausbalanciert und gesund aus. Zusammen bilden sie das „echte WIR-Duo“, die Formation C, die uns “Jenseits des Mittelmaßes” positioiert (oberhalb wohlbemerkt). Hier wirkt keinerlei operante Konditionierung, sodass das Ich und das DU seine Potenziale frei von psychischen und seelischen Zwängen entfalten kann. Der Ganzheitliche übt aber auch eine Schutzfunktion aus, schützt potenzielle Opfer vor Tätern und damit einhergehenden Grenzüberschreitungen.  

Welche Wirkungen haben die Muster des Temperaments auf unser Fühlen, Denken, Reden und Handeln?  Was bewirkt die Codierung, wenn diese aktiviert und ausgeformt ist?   
Die codierten Muster des Temperaments vermitteln uns das Gefühl: „Ja, so bin ich. Das ist ein Teil von mir.“ Und zwar egal, ob es sich um unsere Opferstrukturen (Typ 1: Das Opfer), unsere Täterstrukturen (Typ 2: Der Täter) oder die von Zwängen befreiten Muster als Ganzheitlicher (Typ 6) handelt. Das daraus resultierende Fühlen, Denken, Reden und Handeln wird stets als fester Bestandteil der eigenen Persönlichkeit erlebt, was Psychiater und Psychologen als Ich-synton bezeichnen. Das zu verstehen ist bedeutend!

Welche Einflüsse bewirken, dass wir aus bestimmten Formationen oder Typen heraus Fühlen, Denken, Reden oder Handeln?  
Es gibt vielfältige äußere und innerpsychische Einflüsse, die als hohe oder tiefe Schwingung auf das Temperament wirken und dadurch unsere aktuelle „Eigenschwingung“ verändern können. Zu wenig Bewegung, Umweltgifte, schlechte Ernährung und äußere bzw. innere Zwänge sind die Klassiker. 

Kann das Modell der drei Formationen auch auf Systeme übertragen werden? Auf die in Familien, Unternehmen oder Ländern dominierende Kommunikation?  
Definitiv. Schauen wir uns Deutschland an. Unsere aktuelle Regierung arbeitet sehr massiv mit Belohnung und Bestrafung (operante Konditionierung) – das klassische Instrument der Formation B, mit Anteilen der Formation A. Schweden hingegen hat die Formation C nicht verlassen. In Schweden wird nicht mit operanter Konditionierung gearbeitet. Deshalb fühlen sich die Menschen dort auch frei.   

Was kann jeder Einzelne für seine psychische, seelische und körperliche Balance tun?  
Mein Vater hat immer gesagt: „Viele Wege führen nach Rom.“ Und genau so sehe ich es auch. Damit du die für dich richtigen Schritte einleiten kannst, musst du dir zunächst über deine Opfer- und Täterstrukturen bewusst werden, um diese dann mit einer zu dir passenden Methode hin zur Ganzheitlichkeit (Typ 6) zu transformieren. Achtsamkeit kann dir helfen, die Muster deines Temperaments deutlicher wahrzunehmen.

Tipp 2# Mit Achtsamkeit schwierige Situationen souverän meistern

Kerri Cummings, Jahrgang 1972, ist klinische Psychologin (M.Sc.), Master in Business Administration (M.B.A.) und zertifizierte Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) Lehrerin. In ihre Praxis in Düsseldorf kommen erfolgreiche Männer und Frauen, die mehr aus ihrem Leben machen wollen, die lernen wollen, wie sie besser mit Stress umgehen können und Klarheit erlangen, um ihre persönlichen und beruflichen Ziele und Träume zu erreichen.
www.mind-bar.de

Kerri lernte ich auf einem Seminar für Persönlichkeitsentwicklung kennen. Als das Thema psychisches Trauma „im Raum stand“, sprach sie als Expertin. Dass sie die Mechanismen unseres Verhaltens und die Bedeutung der Achtsamkeit als US-Amerikanerin verständlicher erklären konnte als manch ein deutscher Kollege, beeindruckte mich nachhaltig. Eine Haltung, die wir bei „Corona-Stress“ gut gebrauchen können. Wieso? Wer mit Bus oder Bahn unterwegs ist oder einkaufen geht, hat in Corona-Zeiten eigentlich immer einen Grund, sich zu ärgern, weiß sie: Die einen regen sich auf, weil sie mit Sätzen wie „Abstand halten“ oder „Mundschutz richtig aufziehen“ angeschrien werden. Andere werden wütend, wenn Menschen sich nicht exakt an die Hygienevorschriften der Regierung halten. Diese Debatte wird immer mehr zu einem gefährlichen Pulverfass. Kerri Cummings zeigt uns auf, wie wir solche explosiven Herausforderungen mit Achtsamkeit entschärfen.         

Kerri, was ist mit Achtsamkeit gemeint?
Vielleicht fange ich an dieser Stelle damit an zu erzählen, was Achtsamkeit nicht ist. Achtsamkeit ist nicht Esoterik, nicht Spiritualität und keine Religion. Achtsamkeit ist auch keine Methode, die dir zeigt, wie du ein stressfreies Leben führen kannst. Achtsamkeit hat nicht zum Ziel, dass du immer glücklich bist. Achtsamkeit ist die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit und bewertungsfreie Wahrnehmung unserer inneren als auch äußeren Welt – im Hier und Jetzt –, um bewusster und gelassener zu sein und letztendlich auch souveräner mit Stress umzugehen. 

Was sind die ersten Schritte, seine Achtsamkeit zu trainieren?
Zuallererst wird die Fähigkeit trainiert, die eigenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wie auch unsere Außenwelt im Hier und Jetzt mit Offenheit und Neugier wahrzunehmen, ohne diese in richtig oder falsch, gut oder schlecht zu bewerten.

Also einfach nur wahrnehmen?   
Damit fängt es an. Nur dann, wenn wir unser Fühlen, Denken, Reden und Handeln in einer bestimmten Situation bewusst wahrnehmen, können wir unsere unbewusst wirkenden Reaktionsmuster als Muster erkennen und verstehen. Diese Muster sind von Mensch zu Mensch sehr individuell. Manche von uns werden bei Stress kämpferisch. Andere vermeiden Konflikte und haben für den Rest des Tages schlechte Laune oder machen Sachen, die sie später bereuen, wie zu viel Schokolade essen, Alkohol trinken oder ungesunder Handykonsum.

Wie finde ich heraus, ob ich meine Innenwelt wirklich achtsam wahrnehme?  
Wenn du deine Innenwelt achtsam wahrnimmst, merkst du sofort, was eine Situation im außen in dir bewirkt, und (jetzt kommt der Teil „ohne Bewertung“) du kannst mit etwas Distanz erkennen, dass dein Gegenüber dich gerade gestresst, sogar wütend gemacht hat.

Achtsamkeit kann somit helfen, sich seiner Opfer- und Täterstrukturen bewusst zu werden. Aber kann es auch Prozesse in Gang setzen, seine innere Balance, die ich als Ganzheitlichkeit (Typ 6) bezeichne, zurückzugewinnen?
Absolut! Sobald wir erkennen, dass unser Gegenüber unsere Opferstrukturen getriggert hat, können wir aus dem Gefühlschaos aussteigen. Dann löst sich die Wut teilweise auf, das Nervensystem beruhigt sich etwas, wir können in der Situation bewusster agieren. 

Die Theorie hört sich leicht an. Aber wie setze ich das in der Praxis um? Was rätst du deinen Klienten und Patienten?      
Nehmen wir das Einkaufs-Beispiel: Du kommst rein, der Mitarbeiter motzt dich an, weil dein Mundschutz nicht richtig sitzt. Wie kannst du reagieren? Anstatt sich zu verteidigen oder gar zu „brüllen“, kannst du z. B. erst einmal nichts tun: stehen bleiben, deine Aufmerksamkeit bewusst auf deine Füße, deinen Herzschlag oder deinen Atem lenken.

Zum Beispiel so: Folge einen Atemzug mit deiner Aufmerksamkeit, vom Beginn des Einatmens bis zum Ende des Ausatmens. Bemerke dabei, wie die Luft in deinen Körper hineinfließt und die Körperbewegungen, die durch den Atem verursacht werden, z. B. die Bauchdecke auf und ab bewegt, oder wie der Brustkorb sich ausdehnt und sich wieder zusammenzieht. Das dauert höchstens ein paar Sekunden, aber es erdet und beruhigt erst mal.

Und sich in der Zwischenzeit bewusst zu werden, welche Formation des Temperaments mit welchen Mustern durch das Gegenüber aktiviert wurden? Ganz genau. Die kurze Zeit reicht, um dir bewusst zu werden, dass du gerade von der Außenwelt getriggert wirst und dass es nicht notwendig ist, sofort auf dein Gegenüber zu reagieren. Du kannst dir mit deiner Reaktion Zeit lassen und einen Blick in deine Innenwelt wagen. Genau genommen ist Achtsamkeit aber keine Übung, sondern eine Haltung, die man im Alltag aufrechterhalten kann.

Welche Haltung sollte ein achtsamer Mensch haben? Sollte man eine Fassade aufsetzen und „stinkfreundlich“ sein, oder darf man dem Verkäufer seine Unzufriedenheit auch achtsam kundtun?
Natürlich darf man das. Jemand, der achtsam ist, muss mit den Umständen nicht zufrieden oder glücklich sein. Du darfst auch wütend oder traurig sein und deinem Unmut über die Situation Ausdruck verleihen. Achtsame Menschen reagieren aber nicht aus einem unbewussten Automatismus heraus (weder aus Formation A noch aus B). Sie können ihre Vernunft einschalten und erleben stressige Situationen mit mehr Bewusstsein, Klarheit und gewinnen daher an Souveränität (als Typ 6: Der Ganzheitliche).

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Ich helfe meine Klienten durch Krisen, helfe ihnen, sich mehr Klarheit zu verschaffen über ihre Wünsche und Ziele, und trainiere mit ihnen, wie sie ihre Ziele bewusst, gelassen und souverän erreichen können. In meiner Praxis in Düsseldorf biete ich Life Coaching, psychologische Beratung, sowohl auf Deutsch als auch in englischer Sprache an. Zudem biete ich auch den zertifizierten MBSR-Kurs (Mindfulness-Based Stress Reduction) und verschiedene Meditationskurse an.

Tipp 3# Mit Forschergeist Konflikte diplomatisch lösen   

Dominik Umberto Schott, Jahrgang 1966, ist Dale Carnegie Master Trainer mit buntem Lebenslauf. Er war Musiker, Schauspieler, Werbetexter und viele Jahre erfolgreicher Radio- und TV-Moderator. Seit zehn Jahren ist Fernsehen der Nebenjob, Executive Coaching der Fokus. Als Buchautor und Experte für Körpersprache und Kommunikation trainiert er weltweit Menschen, die etwas zu sagen haben. In seinem Podcast FREI SPRECHEN spricht er darüber.
www.dominikschott.com

Als ich das erste Mal mit Dominik sprach, hatte ich das Gefühl, „die Stimme kenne ich doch!“. Tatsächlich ist er neben seiner Karriere als Executive Trainer seit 25 Jahren auch ein bekannter TV-Sprecher. Einen Podcast zu produzieren ist für jemanden wie ihn naheliegend. Es ist ein Genuss, seine technisch sehr gut erklärten Tipps und tiefen Einsichten zur Kommunikation nicht nur zu lesen, sondern vor allem zu hören. In seinem Podcast FREI SPRECHEN erklärt er seinen Hörern, wie wir mit Sprech Yoga aus einer inneren Balance heraus kommunizieren können (zu finden bei Apple, Spotify, Deezer, Google und Amazon). Für mich die perfekte Ergänzung für diejenigen, die bereits mit Achtsamkeit durchs Leben gehen.

Dominik, was ist Sprech Yoga?
Eine einfache Methode, um etwas mehr kraftvolle Ruhe in die eigenen Botschaften zu bekommen. Wir sprechen so, wie wir atmen, wenn wir ganz entspannt sind: ein – aus – Pause. Wichtig: vor der Pause am Satzende mit der Stimme runtergehen. Diese Pause nach wichtigen Aussagen machen die meisten nicht. Machen wir sie, landen die Worte tiefer beim Gegenüber. Das dürfen wir nur nicht übertreiben, sonst wird es eine Masche. Aber wenn wir mal wirklich was Wichtiges zu sagen haben – im Meeting, Vortrag oder Einzelgespräch – ist Sprech Yoga genau richtig, um natürliche Autorität auszustrahlen.

Corona hat Teile der Gesellschaft gespalten und es gibt – vor allem online – so manche hitzige Diskussion. Wie kann man Sprech Yoga am besten anwenden? Und wo sind die Grenzen dieser Methode?
Fangen wir mit den Grenzen der Methode an: In Streitgesprächen bringen Sprech-Pausen wenig, weil dann das Gegenüber sofort reingrätscht. Wichtiger ist die Grundhaltung. Soldat oder Forscher? Will ich meine Position verteidigen? Dann verhärten sich die Fronten. Oder bin ich bereit zu erforschen, warum mein Gegenüber so anders denkt als ich? Dann ist ein echter Dialog möglich.

Dialog finde ich gut – wie kann ich jemandem klarmachen, dass sein Wille meine persönlichen Ich-Grenzen überschreitet? Beispielsweise, weil ich mit meinen persönlichen Nöten und empfundenen Grenzüberschreitungen bezüglich der Maskenpflicht „gesehen“ (Typ 5) werden möchte?
Je mehr ich das will, desto stärker die Reaktanz, also der Widerstand, selbst wenn wir die besseren Argumente haben. Weniger konfrontativ ist es, Gemeinsamkeiten zu finden. Oft liegen wir nicht so diametral auseinander wie wir denken. Z. B. haben wir manchmal die gleichen Ziele oder Werte – aber sind uneins über die Umsetzung. Wir könnten beim Maskenthema z. B. darauf kommen, dass uns beiden Gesundheit sehr wichtig ist. Dann wiederholen wir das Argument des Gegenübers als Rückmeldung, dass wir zugehört und verstanden haben. „Ich kann gut verstehen, dass du dir eine Maskenpflicht wünschst, damit sich das Virus nicht ausbreitet. Ich erlebe, dass viele Menschen dieselbe Maske über Wochen nutzen. Und Kinder der Anblick auch ängstigt. Mir macht daher Sorge, welche hygienischen und psychischen Risiken die Masken mit sich bringen.“ Wenn wir herausarbeiten, dass wir auch common ground haben, wird die Diskussion konstruktiver. Auch weil wir uns besser zuhören.

Das klingt sehr empathisch. Was mache ich, wenn die andere Person kein diplomatisches Geschickt hat, mich verbal angreift oder beleidigt? In meiner Terminologie gesprochen aus seiner Struktur als Täter (Typ 2) oder bedingt Schätzender (Typ 4) heraus kommuniziert?
Es nicht persönlich nehmen. Das fällt uns nicht leicht, wenn wir starke Überzeugungen haben. Dann fühlen wir uns angegriffen, wenn unsere Meinung angegriffen wird. Es ist wieder eine Frage der inneren Haltung. Wenn ich davon ausgehe, dass keiner die absolute Wahrheit besitzt – auch ich nicht – dann kann ich als Forscher beleuchten, warum wir so verschieden denken. Die Werkzeuge dazu sind offene Fragen und ehrliche Offenheit. Zum Beispiel: „Welche Erfahrungen hast du in dem Zusammenhang gemacht?“ Die meisten sagen oder schreiben, was sie denken, und wollen nur Bestätigung hören. Sie fragen zu wenig nach, was die anderen bewegt. „Wie erlebst du das Ganze?“ oder „Was löst das in dir aus?“ Wer sich dafür aufrichtig interessiert, dem öffnen sich die Herzen.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Elastisch bleiben. Leben heißt Veränderung. Wenn wir uns dagegen stellen, kann es schmerzhaft werden. Gebäude sind dann erdbebensicher, wenn sie sich ein wenig mitbewegen können, ohne auseinanderzubrechen. Sind auch wir beweglich und lassen starre Pläne auch mal los, stellen wir fest: Das Leben hat oft noch bessere Ideen als wir.

Tipp 4# Mit Wanderfasten sein Leben “entgiften”

Julia Gillich-Naroschnaja, Jahrgang 1970, ist Heilpraktikerin in ihrer Naturheilpraxis nahe Stuttgart mit den Schwerpunkten hnc, BioLogisches Heilwissen, Kinesiologie nach Dr. Klinghardt, Darmgesundheit und Fastenwandern & Yoga Seminare. Das Fasten, das sie bei Rüdiger Dahlke gelernt hat, bietet sie an wunderschönen Naturplätzen in Süddeutschland an.
www.gillich-naroschnaja.de

Wenn mich jemand nach einer bekannten Darmexpertin fragt, bekommt er oder sie von mir nicht Giulia Endres genannt, sondern Julia Gillich-Naroschnaja. Hätte Julia das Buch „Darm mit Charme“ geschrieben, dann wären funktionale Abläufe und Störbilder vermutlich kurz gefasst und der Rest des Buches mit praktischen Ernährungs- und Fastentipps gefüllt. Ihre Passion besteht darin, wie man sein Leben „entgiftet“ und so Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringt. Darm inklusive!    

Julia, Ich selbst habe im Lockdown drei Kilo zugenommen. Kann ich meinen „Corona-Speck“ durch Fasten wieder loswerden?
Julia Gillich-Naroschnaja (lachend): Auf jeden Fall. Das Loswerden von Körperfett ist aber nur einer der Aspekte, die das regelmäßige Fasten zu einem Gesundheits-Highlight machen können.

Was ist der tiefere Sinn des Fastens?
Diese Frage möchte ich mit einem Zitat von Phill Bosmann beantworten: „Fasten heißt lernen, genügsam zu sein; sich weigern, in Materie zu ersticken; sich von allem Überflüssigen lächelnd zu verabschieden“.

Es geht somit auch hier um das Ying und Yang, um unsere körperliche und seelische Balance? Um den Abbau der Einseitigkeit?
Exakt. Yang dient dem männlichen Aussortieren und Aufräumen, Ying dem weiblichen Loslassen. Deswegen verspüren wir immer wieder einen inneren Ruf zum „Aufräumen“, „Ausmisten“, „Entsorgen“ von körperlichen und seelischen Altlasten.

Nach dem Motto: „Weniger ist mehr?“
Ja, genau. Der menschliche Organismus ist in seinem natürlichen Ursprung auf „Zyklen der Fülle“ und „Zyklen des Verzichts“ eingestellt. Wir leben in einer Zeit von allgegenwärtiger Reizüberflutung und Überfluss an Nahrungsangebot, Information und materiellen Gegenständen. Wir essen unter Umständen zu viel, zu spät, naschen oft vorm Fernseher; manchmal verlieren wir uns in einem sinnlosen Konsum von Materiellem. Fasten kann uns dabei als eine Art tabula rasa, zu Deutsch also reinen Tisch, dienen.   

Ich habe in meinen jungen Jahren regelmäßig gefastet. Allerdings alleine, in Begleitung einer Ärztin, die es mir zum „Entgiften“ empfohlen hat. Von welchem „Gift“ ist hier die Rede, welche gesundheitsschädlichen Stoffe scheidet der Körper durch das Fasten aus?
Seit einigen Jahren dürfen die Worte „entgiften“, „entschlacken“, „entsäuern“ nur noch von Ärzten verwendet werden. Daher erkläre ich es folgendermaßen: jede Zelle unseres Körpers produziert ständig Stoffwechselabfallprodukte, die nicht immer gleich effektiv entsorgt werden und sich an verschiedenen Stellen im Körper ablagern: in den Muskeln, an den Gelenken, in den Blutgefäßen, im Fettgewebe und unter der Haut. Beim Wanderfasten werden diese Depots aktiviert und mit viel Wasser, speziellen Fastentees, grünen Smoothies, salzfreien Gemüsesuppen und durch ein sanftes Bewegungsprogramm, bestehend aus täglichen Wanderungen, Yoga und Atemmeditationen, aus dem Körper ausgeleitet.

Wer stark, gesund und jung bleiben will,
sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft
und heile sein Weh eher durch Fasten
als durch Medikamente.

Hippokrates / 460-370 v. Chr.

Was ist das Besondere am Fasten in der Gruppe? 
Das Fasten in der Gruppe fällt vielen deutlich leichter, da gemeinsame Unternehmungen und Programmpunkte einem helfen, schwierige Phasen des Fastens gut zu überstehen. Das Besondere ist, dass sich ein Bewusstseinsfeld von Gleichgesinnten bildet. Die Teilnehmer erleben einen wunderbaren Austausch von Erfahrungen und gegenseitiger Unterstützung.

Fasten mit Julia ist somit mehr als gemeinsam „Hungern“ und Wandern?
Definitiv. Wir bieten unseren Fastenden einerseits die Gruppenunterstützung und zugleich einen individuellen, geborgenen Raum an, in dem ein Gefühl des Eingebundenseins und trotzdem Bei-sich-selbst-sein-dürfens zu neuen inneren Erkenntnissen und Selbsterfahrung führen kann. Fasten ist ein ganzheitlicher Prozess, der in der Lage ist, neben dem Körperlichen auch in die tiefsten seelische Bereiche vorzudringen.

Welches Feedback bekommst du von euren Teilnehmern? 
Viele berichten, dass langjährige Rheumaschmerzen oder hartnäckige Allergien verschwunden sind, sich der Bluthochdruck normalisiert hat oder Verdauungsprobleme sich eingestellt haben.  Andere berichten, dass sie ihr Leben „aufgeräumt“ oder ihm eine neue Richtung gegeben haben. Konkret: Die Wohnung wurde ausgemistet, die Ernährung umgestellt, neue spirituelle, kreative und sportliche Aktivitäten begonnen. Andere haben sich einen neuen erfüllenden Job gesucht oder ihrer Partnerschaft einen neuen Schwung verliehen.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Das Gesamtpaket! Die Wanderfasten & Yoga-Wochen veranstalte ich mit meinen Kollegen Christiane Schwach und Hermann Faz´l Stein. Gemeinsam bieten wir unseren Teilnehmern ein spannendes Fastenprogramm an, verfeinert durch biologische Verpflegung, sagenhafte Wanderstrecken, Yin- und Ashtanga-Yoga, Tanzen, verschiedene Rituale, Achtsamkeitsmeditationen und Verbundenen Atem.    

Tipp 5# Mit rituellem Ausräuchern den „Lockdown-Frust“ verbannen

Susanna Auriemma-Kälin, Jahrgang 1971, ist Expertin für Selbstliebe, Weiblichkeitscoaching, Meditation, Medialität und Ausräuchern. Aufgrund ihrer Ausstrahlung, ihrem Lachen und ihrer empathischen Stärke wurde sie schon als Kind die Herzöffnerin genannt. Mit der „Kreisatmung“ löst sie verschiedene Blockaden und unterstützt Frauen, in ihre weibliche Kraft zu kommen.
www.lebedeinpotenzial.ch

Als ich Susanna das erste Mal sprach, „hüpfte“ sofort mein Herz vor Freude. Wieso? Einfach so! Ihre Besonderheit? Die liebevolle Energie, die mit ihrer Stimme mitschwingt, hat eine besondere Kraft, die Herzen der Menschen zu öffnen und diese in eine höhere Schwingungsfrequenz zu heben. Selbst am Telefon! Susanna, die ihre Klienten über die Schweiz hinaus am Telefon begleitet, hat seit dem Lockdown ein Dauerthema: „Retraditionalisierung“! Ein Phänomen, das bei ihren Klienten im Gehirn und den eigenen „vier Wänden“ energetische Spuren hinterließ. Susanna Auriemma-Kälin überzeugt mit wundersamen Ritualen, die „dicke Luft“ aus dem Leben verbannen. Damit das traute Heim für Partnerschaft und Familie wieder in Balance gerät.         

Susanna, was ist Ausräuchern? Wo kommt dieses Ritual her? 
Ausräuchern kommt aus früheren Kulturen und Religionen. Die räuchern aus, um die Götter zu besänftigen, als zeremonielle Reinigung und um ihnen zu danken, als Opfergabe. Sie nutzten das Räuchern aber auch, um Nahrungsmittel haltbar zu machen.

Was genau findet beim Ausräucher-Ritual statt?
Dass unser Gehirn Informationen und Emotionen speichert, ist allgemein bekannt. Darüber hinaus speichert aber auch jedes Material und somit auch jeder Raum Schwingungen und damit einhergehende Informationen. Räuchern ist genau genommen ein Transformationsprozess, um dadurch eine energetisch harmonische Atmosphäre zu erzeugen.

Können sich die Informationen in unseren „vier Wänden“ auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden auswirken?
So ist es. Fast jeder kennt es. Du betrittst bei einer Wohnungsbesichtigung die leeren Räume und empfindest die Energie intuitiv als angenehm oder unangenehm.
Das kann an den dort verwendeten Materialien liegen, die ja auch Informationsträger sind, aber auch an den hohen oder tiefen Schwingungen, die über die Bewohner der Räume hinterlassen wurden.  

Das bedeutet, dass Menschen selbst auch Schwingungen erzeugen, die sich auf die Umgebung übertragen? 
Ja, genau. Tiefe Schwingungen werden zum Beispiel durch Konflikte erzeugt, die in denRäumen stattgefunden haben. Auch eine destruktive Beziehung, die als unangenehm in Erinnerung ist, kann tiefe Schwingungen in den Wohnräumen hinterlassen. Daher kommt auch der Spruch „dort herrscht dicke Luft”. Umgekehrt gilt das Gleiche. In Räumen, wo Liebe, Vertrauen und Dankbarkeit gelebt wurde, sind hohe Schwingungen spürbar, die wir als angenehm empfinden. In diesen Räumen fühlt man sich intuitiv wohl.

Was braucht man zum Ausräuchern?
Weißer Salbei ist zum Reinigen negativer und verbrauchter Energien sehr beliebt, eine Substanz, die bei den indigenen Völkern als heilige Pflanze gilt. Dann noch ein festes Räuchergefäß, Weihrauch und Rosenblätter. All das bekommt man online, beispielsweise bei www.RäucherWelt.ch

Kann man nur Räume ausräuchern oder gleichzeitig auch seine negativen Gedanken?
Beides ist möglich. Voraussetzung ist aber, dass das zu deinem Thema erforderliche Ritual richtig ausgeführt wird. Beim Reinigungsritual sollte der Rauch alles umfassen, was von tief schwingender Energie befreit werden soll: also auch du selbst in deinem Wohnraum.

Dann beschreib doch mal kurz, wie eine solche Sitzung mit mir am Telefon ablaufen könnte? Beispielsweise weil deine Klientin glaubt, dass die Retraditionalisierung in ihren Räumen „dicke Luft“ hinterlassen hat?
Das ist tatsächlich ein aktuelles Thema bei meinen Klienten. Nachdem wir das Thema eingegrenzt haben, erkläre ich meinen Klienten das Räuchermaterial und die genaue Anwendung. Danach führe ich meine Klienten in ihre Stress-Emotionen hinein, und wir gehen je nach Auftrag Raum für Raum durch, bis diese keinen Stress mehr empfinden und sich in ihrer Wohnung oder ihrem Haus wohlfühlen. Bei meinen Klientinnen, die sich über die Retraditionalisierung geärgert haben, starte ich meist in der Küche, und ich führe diese durch ihre Erinnerungen aus der Lockdown-Phase. Dann frage ich: „Wie hat es sich angefühlt, dass du jeden Tag mittags und abends kochen musstest?“ Wir gehen weiter in das Kinderzimmer: „Wie hast du dich gefühlt, stündlich für dein Kind da zu sein und im Homeschooling zu helfen und nebenbei deinen eigenen Kram erledigen zu müssen?“ Und so führe ich diese in jeden Raum und jede Stresssituation, die sie während der ganzen Zeit und Phase gefühlt hat. Sobald jeder Raum gereinigt ist und sich meine Klientin gut fühlt, festigen wir jeden einzelnen Raum mit positiver Energie.

Das hört sich schlüssig an. Also zuallererst die unangenehme Energie mit Räucherritualen „aus dem Haus verbannen“ und dann mit angenehmen Energien wie einen Gast „einladen“?
Richtig. Wenn die unangenehme Energie verbannt ist, starten wir wieder in der Küche und gehen auch hier Raum für Raum durch die ausgewählten Räume. Dann allerdings mit anderen Räuchermaterialien, meist Weihrauch und Rosen. Bei der zweiten Runde führe ich meine Klienten Raum für Raum in schöne Momente, die sie vor dem Lockdown erlebt haben. Die positive Energie entfaltet sich dann in den Räumen und den Erinnerungen.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Dadurch, dass ich selber meinen Rucksack gelöst habe und es selbst erleben durfte, wie es sich anfühlt, fühle und lese ich mein Gegenüber und kann es einfacher in seine Kraft führen. „Durch Selbstliebe lässt sich alles lösen.“

Tipp 6# Mit schamanischer Energiearbeit das Unwirkliche entfernen

Willee Regensburger, Jahrgang 1954, bekannt als Shaman-Willee. Er ist Heilpraktiker, Körper- und Gestaltpsychologe, Autor und beschreibt seine wichtigste Eigenschaft im Schamanen. Seit seinem 17. Lebensjahr berät er Menschen mit dem chinesischen I-Ging, initiiert Menschen in die vergessene Energie der Plazenta. Seine Klienten und Seminarteilnehmer unterstützt er bei deren Bewusstseinsbildung bis hin zur Selbstbefreiung in ein freies Leben, in dem sie ihre Lebendigkeit entfalten können.
www.shaman-willee.de

Willee habe ich vor rund zehn Jahren auf einem Gesundheitskongress bei einem seiner Seminare kennengelernt. Dort hat er als Schaman Willee mit uns eine Übung gemacht, die er „Operation der Unwirklichkeit“ nannte. Die war phänomenal! Willee weiß, was die Horrormeldungen mit uns machen können, die viele als „unwirklich“ empfinden. Nicht real, ja so kommt uns viel von dem vor, was um uns herum passiert. Umgekehrt erleben wir den Zerfall dessen, was wir bis dato als unsere Wirklichkeit erlebten – mehr „Schein“ waren. Wenn du dein Ich von den Unwirklichkeiten deines Lebens befreien möchtest, wirst du bei Schaman Willee mit einer neuen Wirklichkeit konfrontiert. Mit deiner wahren Wirklichkeit, die du als inneres Gleichgewicht empfinden wirst.   

Willee, was ist schamanische Energiearbeit?
Die Welt ist voller Energie. Diese ist nicht immer balanciert, nicht im Menschen und nicht in der Natur. Auch die Kultur und das soziale Gefüge brauchen deshalb immer wieder eine Möglichkeit, ein zwar labiles, aber dennoch spürbares Gleichgewicht herzustellen. Das gilt für Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, Spiritualität und Materialität. 

Wie hilfst du deinen Klienten, ihr energetisches Gleichgewicht wiederzufinden?
Diese innere und äußere Balance für den Klienten stelle ich durch manuelle Handlungen, durch Rituale und mit meinen schamanischen Werkzeugen und spirituellen Helfern her. Es ist eine direkte Beeinflussung der Energien und Informationen, die in der Welt des Klienten wirken. Also ich beeinflusse sein Umfeld, sein Sozialsystem, die Kräfte seines Feldes. Schamanische Arbeit ist unmittelbar und direkt mit der spirituellen Geisterwelt, den Naturkräften und dem Raum und der Zeit verbunden. Vor allem bringe ich wieder Bewegung in ein erstarrtes System oder umgekehrt wieder Ruhe in ein hypermobiles Leben.

Magst du uns beschreiben, was du bei der „Operation der Unwirklichkeit“ mit uns gemacht hast? Was ist das Unwirkliche, das du entfernst?    
Gerne. Die Wirklichkeit kann man mit klarem Bewusstsein erkennen und durch klare Handlungen verändern. Anders verhält es sich mit der Unwirklichkeit. Wenn man das Leben, die eigenen Erlebnisse, die Erfahrungen mit unklarem Bewusstsein aufnimmt und auch so verarbeitet, dann bleiben im Körper unklare Wirkungen. Denn die Unwirklichkeit erzeugt bei den meisten Menschen viel mehr an Schmerz, Trennung, Missempfindung, als es in Wirklichkeit ist. Um diese aus der Unwirklichkeit entstandenen Störungen zu beseitigen, machen wir einen inneren Körperscan, der es uns ermöglicht, die entstandenen Schäden, Störungen und materiellen und spirituellen Einwachsungen zu beseitigen. Wenn wir sie beseitigt haben, je nachdem, wie viele solcher Einwachsungen durch die Vorstellungen, Interpretationen und Fantasien entstanden sind, fühlen sich Geist und Körper danach befreit an. Da bei dieser Übung eine Anleitung erfolgt und der Klient selbstwirksam tätig ist, fühlt er die Rückkehr der Kraft und Handlungsfähigkeit ganz deutlich. Dieser Scan ist leicht zu beschreiben: Die Klienten machen eine Reise zu den Körper- und Seelenbestandteilen und beschreiben, was ihnen begegnet. Auch im Alltag wird oft diese Unwirklichkeit beschrieben, ein Stein liegt mir auf dem Herzen, eine Stange ist mir in den Kopf getrieben usw.

Diese Einbildungen, diese Bestandteile der Unwirklichkeit, werden bei der Anleitung mit verschiedenen unwirklichen Mitteln entfernt. Der Stein mit einem Bagger, die Stange mit einer Zange, wie auch immer eine Lösung erzielt werden soll. Wie es im Märchen heißt: „Heinrich, der Wagen bricht!“ „Nein, mein Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als ein Frosch Ihr wart.“ Und so wird die schmerzende Unwirklichkeit entfernt. Nach dem Scan sollte man immer wieder ein Update machen, um eine Erneuerung von Krankheit und Krise zu vermeiden.

Was müssen deine Teilnehmer für Voraussetzungen erfüllen, um deine schamanische Behandlung erfolgreich zu erleben?
Das Schöne an dieser Behandlung ist, das du weder schamanische Kenntnisse benötigst noch den Glauben, dass es helfen könnte. Die Behandlung ist wirksam, wenn du, und das ist der Fall, in meine Praxis kommst, weil du etwas in deinem Leben ändern möchtest. Was du allerdings benötigst, ist die Geduld, vom Behandlungstag bis zu drei Wochen auf ein vollständiges Behandlungsergebnis warten zu können und auch ein bis zwei Tage so etwas wie einen Rückfall in das alte Gefühl aushalten zu können. Aber bisher ist das allen gelungen.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept? 
Meine Lehrer gaben mir die Aufgabe, mit Liebe zu heilen. Mein eigenes Motto ist: Freude zu machen, deshalb wird bei mir in der Praxis auch viel gelacht.

Tipp 7# Mit Outdoor-Coaching innere Hindernisse überwinden

Simon Karl, systemischer Outdoorcoach, Speaker, Autor und zertifizierter Erlebnispädagoge. Seit 17 Jahren selbstständig hat er in dieser Zeit weit über 200 000 Menschen in die luftigen Höhen gebracht und coacht im Job jedes Jahr über zehn Nachwuchsführungskräfte on the job, damit diese ihr volles Potenzial entfalten.
www.der-simon.de 

Wer Simon trifft, merkt schnell: Dieser kernige Kerl ist ein echtes Unikat! Lockdown-Frust und Abwärtsspirale haben bei ihm keinen Platz im Hirn – das Gegenteil davon ist Simons Programm: Das Erleben, alle Hindernisse bewältigen zu können, es „bis ganz nach oben geschafft zu haben“, was als Befreiung unserer Ich-Identität erlebt wird. Wer darüber hinaus seine Grenzen erweitern möchte, der wird in Simon einen exzellenten Coach finden, der es mit viel Geschick schafft, höhere Ziele im außen auf das Innenleben zu übertragen.

Simon, kurz zu dir. Wer bist du und was machst du als Outdoorcoach und Erlebnispädagoge?
Seit 2006 betreibe ich den Kletterwald Wetzlar. Neben dem klettern in Hochseilparcours und Bogenschießen können wir hier im Wald auch Teams weiterentwickeln. Als systemischer Outdoorcoach möchte ich die Menschen nach draußen holen und außerhalb der Komfortzone aus der Gruppe ein Team machen oder zumindest Grundlagen schaffen, mit denen die Teilnehmer in Unternehmen weiterarbeiten können.

Mit welchen Erwartungen kommen Führungskräfte zu dir in den Kletterwald?
Das ist sehr unterschiedlich. Einige kommen mit der Erwartung, etwas gemeinsam erleben zu wollen, Spaß zu haben. Andere äußern, dass sie sich als Team weiterentwickeln wollen, und dann zeichnet sich bei der Abfrage der individuellen Erwartungen der einzelnen Teilnehmer ab, dass die Probleme im Team doch viel tief liegender sind.

Wie gehst du dann weiter vor?
An Tagen, wo reine Events zum gemeinsamen Erleben gebucht sind, bleibt der „Coach und Trainer in mir“ zu Hause. Denn es wurden nur Events gebucht. Ein Team-Coaching benötigt hingegen einen Auftrag. Leider ist es immer noch so, dass viele mit der Erwartungshaltung kommen „Wir machen einen Tag Team-Building und danach wird es hinter der Fassade des Unternehmens sicherlich besser werden“. Dem ist leider nicht immer so. Denn Teamentwicklung ist ein Prozess und keine Tagesveranstaltung.

Was ist das Besondere am Coaching im Wald?
Menschen scheint es leichter zu fallen, sich in der Natur zu öffnen. Das deckt sich mit einer Studie des japanischen Wissenschaftlers Qing Li, der herausgefunden hat, dass es in unseren Genen verhaftet ist, im Naturraum des Waldes „runterzufahren“. Puls und Blutdruck sinkt, wir sind entspannter. Es entstehen Gespräche durch das Setting im Wald und der damit verbundenen Atmosphäre, bei denen auf einmal weit mehr angesprochen werden möchte, als nur das gemeinsame Beisammensein und das „Wir-müssten-da-mal-was-machen“-Phänomen. Außerdem geht es dabei darum, durch Interaktion und Reflexion zusammenzufinden. Frei nach dem Motto von Jakob Bosshart: „Nur was wir erlebt haben, kennen wir.“

Wie genau kann ich mir das vorstellen, wenn du von Interaktion und Reflexion sprichst?
Bei bodennahen Aufgaben geht es darum, gemeinsam Probleme zu lösen. Hier zeigen sich meist die gleichen Verhaltensmuster wie im Unternehmen. In der angenehmen Atmosphäre des Waldes und durch die externe Unterstützung durch den Coach können Abläufe und Verhalten im Nachgang der Aufgabe reflektiert werden. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und Lösungen für Probleme erarbeitet.

Hast du vielleicht ein Beispiel, um das genauer zu verstehen?
Vor einigen Jahren war ein Team aus Führungskräften und Geschäftsführern zum Teamtag da, sie sind gemeinsam durch die Parcours im Wald geklettert. Dabei mussten viele ihre Komfortzone verlassen, andere gerieten sogar in deren Panikzone. Der Chef der Truppe ging immer stetig vorne auf. Mehr oder weniger ohne Rücksicht auf seine Gruppenleiter, die teils überfordert waren. Dieses „Bild“ konnten wir sehr gut verwenden, um damit weiterzuarbeiten. Dies war ein Schlüsselerlebnis, was in der weiteren Arbeit mit der Gruppe immer wieder genutzt werden konnte. Seitdem hat sich dort viel getan, was wir am weiteren Tag auch im Seminarraum vertiefen konnten.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Ich arbeite indoor wie outdoor. Wir hatten speziell bei dieser Gruppe einen Termin im Kletterwald genutzt, um eine Basis der Zusammenarbeit herzustellen und festzulegen, wo die Reise hingeht. Diese haben wir dann ein paar Monate später wieder aufgegriffen, um dann im Herbst und Winter „drinnen“ auch vieles theoretisch aufzuarbeiten und die Gruppe zum Team zu entwickeln. Daher nenne ich mich auch TEAM.Entwickler 4.0 – ich kann zu allen Jahreszeiten Teams entwickeln. Und das ist meine Passion.

Tipp 8# Sich der Sinnfrage stellen und neue Prioritäten setzen

Ava Hauser ist Unternehmerin, Coach und Speaker. Sie aktiviert unerkannte Ressourcen und löst innere Bremsen. Menschen in Veränderung und Unternehmen in Krise berät sie mit langjähriger Erfahrung und einer fundierten Werkzeugkiste. Sie lebt im süddeutschen Aalen und arbeitet international mit Kunden, die umsetzungsfokussiert Ergebnisse erzielen wollen.  
www.ava-coaching.com

Ava und mich verbindet vor allem unser Business-Fokus. Als High-Performance-Coach weiß sie, dass die Corona-Krise privat und beruflich viele Gesichter hat. Einige freuen sich über die Entschleunigung und die Zeit, die sie dadurch gewonnen haben, andere werden von Ängsten und Sorgen angeschoben, in Sinnkrisen getrieben. Ob der Corona-Virus einen höheren Sinn für ihre Klienten erfüllt, kann Ava nicht beantworten. Wohl aber, wie er als Katalysator für Erkenntnisse und Veränderungsprozesse eingesetzt werden kann. Gemeinsam mit dir findet sie deinen Fokus!   

Ava, was verstehst du unter einer Sinnkrise? 
In einer bestimmten Lebensphase verlieren Menschen die Orientierung. Das ist klassisch die Lebensmitte. Man hat sein Leben auf die übliche Weise „möbliert“. Beruf, Partner, Kinder, Immobilien etc. und ist dennoch nicht glücklich. Die andere klassische Situation ist eine Krisensituation, in der vermeintliche Sicherheiten wegbrechen. So, wie es viele in der Corona-Krise erleben. Beide Szenarien bedrohen die Stabilität des eigenen Selbst.

Wissen die Menschen, dass sie eine Sinnkrise haben, wenn sie zu dir kommen?  
Nun kommen die wenigsten Menschen mit der Eigendiagnose „ich habe eine Sinnkrise“ zu mir. Oft ist es die Erkenntnis, dass etwas fehlt. Man hat seine beruflichen oder materiellen Ziele erreicht und kann es nicht genießen. Das erfüllende Gefühl mag sich nicht einstellen, und der Mensch wird sich selbst fremd. Ein Auslöser kann auch eine Krisensituation sein, wie aktuell die Pandemie mit all den Auswirkungen auf die Gesundheit, das Berufsleben und die Zukunftsaussichten. Hier ist nicht die Krise das Problem, sie macht es nur sichtbar.

Die Corona-Pandemie hat viele dunkle Seiten. Beobachtest du auch positive Effekte, die durch die Krise ausgelöst werden?
Im Chinesischen besteht das Wort Krise aus zwei Schriftzeichen: dem für Bedrohung/Gefahr und dem für Chance. In diesem Sinne enthält jede Krise einen Samen: die Chance auf einen Neuanfang. Genau diese Menschen suchen aktuell verstärkt meine Unterstützung: Die nicht mehr unterdrücken können, dass sie jahrelang falschen Prioritäten gefolgt sind. Am Beginn steht immer die Erkenntnis, dass man in der falschen Richtung unterwegs ist. Der Mensch muss die Entscheidung zur Kurskorrektur aber selbst treffen. Dann ist das Commitment da, und die Weichenstellung bringt den Sinn und die Erfüllung zurück.

Wie findet ihr heraus, ob der Mensch nur funktioniert, also die geprägten Erwartungen anderer erfüllt, oder aber einer Tätigkeit nachgeht, die aus den Tiefen seiner Seele entsprungen ist?
Der Prozess beginnt mit dem Klären der Prioritäten. Viele Menschen leben funktional und haben wenig Zugang zu ihren eigenen Wünschen, Träumen und Gaben, die gelebt werden wollen. Es gibt leider keine einfache Übung, um das herauszufinden. Es gibt jedoch eine einfache Frage, die man sich regelmäßig stellen sollte. Sie lautet:

WARUM stehe ich am Morgen auf und stelle mich den Widrigkeiten des Tages?

Ava Hauser

Wer kein WARUM mehr fühlt, hat keine Verbindung zu einem sinnerfüllten Leben.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Zu mir kommen Menschen, die Ergebnisse wollen. Dafür bin ich bekannt. Mein Fokus liegt auf der Umsetzung und dem Erschließen der dafür notwendigen Ressourcen. Ich habe die Gabe, tiefer zu blicken und ungewohnte Verbindungen herzustellen. Klienten sagen nach meinem holistischen Coaching oft, dass sie sich auf eine bisher unvorstellbare Weise kraftvoll spüren können und in Verbindung mit ihrer Intuition sind.

Tipp 9# Sein Lebensglück durch Urvertrauen steigern

Steffi Vieler, hat als Diplom-Betriebswirtin über Ausbildungen zum Coach auch zahlreiche systemische und energetische Ausbildungen absolviert. Unter anderem Hypnose und Lesen in der Akasha-Chronik. Ihren Schwerpunkt sieht sie darin, Menschen wieder mit ihrem Herzen zu verbinden, die Verbindung mit der tiefen Liebe, dem Urvertrauen und der Schöpferkraft Und der daraus resultierenden Manifestation der Lebensfreude, Freiheit und Fülle in uns wiederherzustellen.
www.steffivieler.de

Wer ist Steffi? Kurz und knackig beschrieben? Während die gute Laune bei den meisten Menschen durch die Krise verschüttet wurde, ist Steffi eine Quelle der Lebensfreude. Keine Bange– ist die Krise erst vorbei, wird sich diese explosionsartig bei fast allen Menschen entladen. Da bin ich mir sicher. Wenn du nicht so lange warten willst, dann solltest du Steffi Vieler kontaktieren. Aber Warnung: Ihre Lebensfreude ist hochgradig ansteckend!    

Was verstehst du unter Lebensfreude?
Lebensfreude ist das subjektive Empfinden der Freude am eigenen Leben. Lebensfreude ist das Gefühl glückseliger Lebendigkeit und unendlicher göttlicher Schöpferkraft in sich zu verspüren und diese zu leben.

Woran erkennt man, ob ein Mensch Lebensfreude hat oder umgekehrt er oder sie an diesem Thema arbeiten sollte?
Diese Menschen gehen positiv, abenteuerlich und mit kindlicher Neugierde durch die Welt und empfinden jeden Tag und jedes Erlebnis als ein kostbares Geschenk. Auch klitzekleine Momente und schwere und herausfordernde Momente können diese Freude nicht erschüttern.

Viele Menschen merken ja gar nicht, dass sie griesgrämig sind oder ihre Lebensfreude sabotieren. Was sagst du deinen Klienten, damit sie überhaupt eine Wahrnehmung für das Thema bekommen. 
Wann hast du das letzte Mal auf deine innere Stimme gehört? Wann das letzte Mal auf dich selbst? Wann hast du das letzte Mal mehr dir geglaubt und vertraut als allen anderen um dich herum? Welches Gefühl trägt deine Stimmung?

„Du hast ein großartiges Leben verdient. Punkt.“

Aber wie? Die Antwort lautet: Finde zu deinem Kern. Hin zu dir selbst. Weg vom außen. Das bedeutet im ersten Schritt für dich zu „entlernen“: Das Angenommene und Aufoktroyierte darfst du gehen lassen. Du darfst das wiederfinden, was in Wahrheit und Klarheit wirklich in dir steckt. Diese deine wundervolle Individualität und Einzigartigkeit (dein wahres Ich) sind die größte Macht und Kraft in dir.

Viele Menschen hört man Sätze sagen, wie: „Ich hatte dabei kein Glück“ oder „Der oder die hat mir die gute Laune verdorben“. Ist Lebensglück von äußeren Umständen abhängig oder ein Gefühl, das wir selber kreieren können?     
Lebensfreude verspüren, Leichtigkeit leben, glücklich sein ist definitiv (d)eine Entscheidung. Und sie ist spürbar in der Schwingung und Energie, die von uns ausgeht. Triff doch einfach sofort selbstbestimmt und frei, jetzt und hier die Entscheidung, glücklich zu sein. Bedingungslos.

  • Die Entscheidung nur noch positiv zu denken, egal, was auf dich zukommt.
  • Die Entscheidung, deinen Fokus ausschließlich auf das Gute an den Situationen, Menschen und Dingen auszurichten.
  • Die Entscheidung, in jedem und allem etwas Gutes zu sehen.
  • Die Entscheidung, in die volle Eigenverantwortung zu gehen und alles und auch wirklich alles so anzunehmen, wie es ist. Die Chance darin zu sehen.
  • Die Entscheidung, die größte Glücksquelle für uns Menschen zu nutzen und ab jetzt glückliche Beziehungen zu wählen.
  • Die Entscheidung, so viel als möglich deiner Zeit mit Menschen zu verbringen, die dir wichtig sind.
  • Die Entscheidung für dich, dass es dir gut gehen darf.
  • Die Entscheidung, dem Leben zu vertrauen und zu sehen, dass es dir nur Gutes möchte. Dass es immer für dich ist. Und ja. Auch in Trennung, Schmerz und Krankheit.

Fühle, was es mit dir macht, und koste dieses Gefühl aus. Es wird dich glücklich machen, es wird deine Lebensfreude wecken und dich zu all deinen Wünschen und Träumen führen. Deine Schwingung und Energie wird es manifestieren. Jetzt, und nicht später, wenn …

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept? 
Alles ist Energie. Dankbarkeit und Liebe sind die höchsten Schwingungen hier auf unserer wundervollen Erde. Gelingt es uns, diese zu fühlen und zu (er)leben, wandelt sich alles in unserem Leben. Wir tragen die Liebe in uns. In unserem Herzen. In unserer Seele. Dabei begleite ich Menschen. Wir müssen nichts mehr lernen. Wir dürfen beginnen zu entlernen. Wir dürfen eine andere Ausrichtung auf unser bisheriges (er)Leben erfahren und jede noch so schmerzliche Erfahrung als ein Geschenk des Lebens annehmen. Sobald wir uns im innen erfahren und spüren, wer wir in Wahrheit sind, was wir in Wahrheit sind, bekommen wir einen Zugang zu der Quelle und Schöpferkraft in uns. Zu der unendlichen Liebe in dir. Um diese in uns selbst wiederzufinden, zu fühlen und tief zu erfahren, dafür sind wir hier.

Tipp 10# Mit Osteopathie seinen „inneren Baum“ wieder aufrichten

Alexander Furkert, Jahrgang 1965, ist Heilpraktiker, Osteopath und tiefenpsychologischer Therapeut. Fünfjährige Ausbildung zum Osteopathen in Hamburg. Neunjährige Ausbildung in tiefenpsychologischer Körpertherapie in D/NL. Ausbildung nach der Rosa-Rechtsteiner-Methode. Ausbildung bei Vianna Stibal in den USA (ThetaHealing). Er arbeitet seit über 22 Jahren in Hamburg, zuletzt auch in Berlin und Wismar. In seiner Osteopathiepraxis werden alle Altersstufen behandelt, vom Baby bis zum Erwachsenen.
www.praxis-furkert.de

Alexander lernte ich im Juni 2005 kennen. Meine Hebamme riet mir, mit meinem drei Monate alten Sohn zum Osteopathen zu gehen. Ich war mit meinen Nerven am Ende, weil mein Sohn aufgrund der schwierigen Geburt unter einem Kiss-Syndrom (Krumme Wirbelsäule) litt und vor lauter Schmerzen weder liegen noch schlafen konnte. Auf meine Frage, wer der Beste sei, damit mein Sohn „gerade gebogen wird“, nannte sie Alexander. Drei Behandlungen später, die für mich so aussahen, als hätte er „gar nix“ gemacht, hatte ich ein strahlendes, ausgeglichenes Baby im Arm. Neugierig testete ich dies auch als gestresste Mutter. Mein Fazit: Ich habe bis heute keine Ahnung, was er gemacht hat, aber es wirkte auf wundersame Weise bei Mutter und Kind.

Alexander, kannst du kurz erklären, was Osteopathie ist?
Als Osteopath beschäftige ich mich mit dem Körper, Geist und der Seele der Patienten. Hierbei erhalte ich die Informationen über meine Hände, und es entstehen Bilder über die verschiedenen Systeme – den Bewegungsapparat, das Nervensystem, die Organe und spezifische in den Geweben vorhandene Rhythmen des Körpers. Ich höre dem Körper zu, denn er erzählt mir sehr schnell seine Geschichte: wann er seine überragende Fähigkeit verloren hat, in seiner Regulationskraft oder Selbstheilung zu bleiben. Als Osteopath weiß ich, dass nicht ich den Körper heile, sondern ihn lediglich unterstütze, seine Blockaden selber erfolgreich aufzulösen.

Wie entstehen diese Blockaden?
Vieles spielt sich im Kopf ab… was wir denken oder woran wir innerlich festhalten macht eine ganze Menge mit unserem Körper – wir gehen in die Verspannung, atmen nicht mehr richtig oder schütten enorme Mengen an Stresshormonen aus. Aber auch Operationen, Medikamente, was und wie wir essen, wie viel oder wenig Sport wir machen und in welcher sozialen Umgebung wir uns befinden, beeinflusst uns stark. Die Folge: Wir stecken dann in bestimmten Kreisläufen fest und finden trotz aller Bemühungen nicht mehr von alleine raus. Ein Beispiel kann das gut verdeutlichen: Eine Patientin von mir steckte jahrelang in enormen partnerschaftlichen Schwierigkeiten. Die ständigen Streitereien machten sie mürbe, ihr körperlicher Zustand wechselte von starker Anspannung bis völliger Ermattung. Sie schlief schlecht ein oder wachte nachts auf und entwickelte über die Jahre immer mehr Symptome: Ihre Verdauung spielte verrückt, sie bekam Migräneattacken und von Zeit zu Zeit heftige Rückenschmerzen. Was war körperlich passiert? Durch den Dauerzustand der Erregung wurden über die Nebennieren die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone sind lebenswichtig. Sie bewirken eine kurzzeitige Bereitstellung von enormer Energie im Körper und hemmen gleichzeitig die Verdauung (denn während wir fliehen oder kämpfen müssen, brauchen wir keine Verdauung!). Diese Hormone sind aber lediglich dafür gedacht, für einen kurzen Augenblick ausgeschüttet zu werden. Chronifiziert sich jedoch der Stresszustand, entsteht ein negativer Kreislauf: Die Verdauung bleibt dauerhaft dysfunktional (daher die Verdauungsstörungen der Patientin), dies hat wiederum durch neurologische Rückkoppelungen Einfluss auf ihre Rückenmuskulatur (daher ihre Rückenschmerzen). Und ihre Migräneattacken wurden durch ihre Verspannungen der Muskulatur und Faszien im Schulter-Nacken-Bereich („Schulter hochziehen“) und gleichzeitiger Verschiebung ihres 1.Halswirbels (unser Atlaswirbel) hervorgerufen.

Bemerkst du, dass deine Patient*innen seit Corona andere Themen mitbringen?
Teilweise ja! Erhöhte Stressmuster, Herzrhythmusstörungen und Schlaflosigkeit nehmen zu. Ich erkläre den Patient*innen, dass ihre Reaktionen auf die beunruhigenden Meldungen sehr natürlich sind: Unser tierisches Erbe verlangt nach Informationen. Sind diese aber widersprüchlich oder unvollständig, reagiert der Körper automatisch mit Stress, was als Folge den Kampf/Fluchtmechanismus auslöst, oder aber wir verfallen in Starre. Unser Vagusnerv, der für die Entspannung und Ernährung zuständig ist, wird automatisch in solchen Situationen unterdrückt, und es wird dauerhaft Energie in den Körper gepumpt. Unser Hirn unterscheidet nämlich nicht, ob tatsächlich der Säbelzahntiger an der Tür klopft oder alles einer fixen Idee entstammt.

Nehmen wir mal an, eine Patientin hat seit Corona vermehrte Herzrhythmusstörungen. Wie behandelst du sie?
Ich behandle ihr neurovegetatives Nervensystem und ihr Herz und sorge für Entspannung. Und ich kläre auf! Erkläre ihr die biologischen Abläufe. Das beruhigt schon ungemein, denn dann merkt sie, dass sie nicht falsch tickt … Ich zeige meinen Patient*innen aber auch Übungen für zu Hause, wie sie durch Atmung und Augentechniken ihren Vagusnerv wieder aktivieren und dadurch ihre Balance wieder erlangen. Sind tiefere Schichten getriggert, arbeite ich im therapeutischen Kontext. Corona löst viel körperlich und seelisch bei den Menschen aus, und es ist wichtig, diese Leute gegebenenfalls aufzufangen und aufzuklären!

Kannst du uns so eine „Vagustechnik“ beschreiben?
Gerne! Lege dich auf deinen Rücken und falte die Hände so, dass du deine Handinnenflächen sehen kannst. Nun legst du die Hände unter deinen Kopf, sodass du teils mit der oberen Halswirbelsäule und teils mit dem Hinterkopf auf den Händen liegst. Wichtig ist, dass der Kopf dabei ganz gerade liegt. Nun fängst du an, mit den geöffneten Augen ganz nach links zu schauen. Der Kopf darf dabei NICHT mitdrehen! Immer wieder die Augen korrigieren, denn es ist anfangs nicht ganz leicht, die Augenposition zu halten. Falls du gähnen oder seufzen oder tief einatmen musst, kannst du aufhören, nach links zu schauen, denn dann ist das Ziel der neurovegetativen Entspannung erreicht. Falls nicht, hörst du nach ca. 30-60 Sekunden auf und ruhst kurz deine Augen aus. Danach wiederholst du denselben Schritt mit Blickrichtung nach rechts. (Ob du mit rechts oder links beginnst, ist egal.) Eine Seite wird leichter für die Augen sein als die andere, das ist normal. Bei mehrfacher Wiederholung (auch mehrmals täglich, wenn gewollt) wird die Übung immer leichter fallen.

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Ich achte sehr stark darauf, auf welcher Ebene die Ursache für die Symptome liegen: mental oder körperlich. Dementsprechend verändere ich meine Behandlung, indem ich mehr mit den Leuten rede oder in die Stille gehe. Erste Symptome können sogar schon durch die Geburt verursacht werden, daher arbeite ich so gerne mit Babys! Ein bedeutender Osteopath sagte einmal: Ein Baum, der krumm gepflanzt ist, wird krumm wachsen. Ich sehe daher meine Aufgabe darin, diesen Menschen dabei zu helfen, ihren Baum wieder aufzurichten.

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