Wieso der schwedische Weg gesünder, solidarischer und demokratischer ist

Von Hamburg nach Stockholm sind es für mich und den Corona-Virus weniger als 1000 km Entfernung. Eine Zeitzeugen-Chronik von mir und meiner Cousine aus Schweden.

Liebe Eltern,
Liebe Politiker,
Liebe Zeitzeugen,

wir leben in verrückten Zeiten, die Geschichte schreibt. Und jeder von Euch ist Teil dieses historischen Ereignisses. Jeder Erdenbürger ist für bestimmte Regionen unseres Landes mit seinen individuellen Erlebnissen Zeitzeuge.

Was, wenn Deine Kinder oder Enkel in zehn Jahren fragen, wie Deine Haltung in dieser Zeit war? Wie Du Dich gefühlt, gedacht, geredet und gehandelt hast? Dieser Tag wird kommen! Und genau dafür mache ich diese Zeitzeugen-Chronik mit regelmäßigen Interviews mit meiner Cousine Gaby, die seit über 20 Jahren in Stockholm arbeitet und im Umland mit Mann und zwei Kindern lebt. Ein Versuch, das Geschehen aus meinem Erleben heraus zusammenzufassen:

Während Schweden auf Eigenverantwortung und Kooperation setzt, fühlen sich viele Bürger im restlichen Europa seit KW9 mehr oder weniger stark entmündigt, einer massiven institutionellen Konditionierung und der damit einhergehend empfundenen Einschränkung der Persönlichkeitsrechte ausgesetzt. Die Wahrnehmung für Das Land scheint gespalten. Systemkritsiche Bürger fühlen sich ungehört und denunziert.

Das Land ist gepalten – Deutschland benötigt eines Kursänderung. Warum?

Weil die staatlich verordnete Konditionierung unseres Gehirns, die seit KW9 stattfindet, einen massiven psychischen und seelischen Schaden anrichtet. In anderen Worten: Abgesehen davon, dass die Menschen neurotischer werden, aktiviert die Angstmacherei eine tiefe Schwingung, die die Opfer- und Täterstrukturen unseres Tempeaments, die je nach Hirntyp mehr oder weniger ausgeformt werden.

Ich plädiere dafür, dass wir die Altenheime wirkungsvoll schützen, wird die Risikogruppen und ängstlichen Menschen mit FFP2-Masken ausstatten und für die alltagstaugliche und ethische Lösungen finden und für den Rest der Bevölkerung den schwedischen Weg einschlagen, der auf akuteller Risikoabwägung, Vernunft und Kooperation beruht. Weiter müssen gesetzlich verordnete Maßnahmen wirksam und verhältnissmäßig sein.
Schluss mit der Panikmachereri!
Schluss mit dem autoriätären Auftreten der Politik und Polizei!
Schluss mit sinnlosen und gesundheitsschädlichen Verordnungen, die gesunde Menschen krank machen.

Wenn Du neben mir und meiner Cosine aus Schweden Zeitzeuge werden möchtest, dann folte mir gerne über diesen Beitrag und hinterlasse hier Deinen Kommentar. Oder schicke mir Deine Erlebnisse mit der Betreffzeile “Zeitzeuge” an socialmedia(at)monikahoyer.de. Ich lese und antworte auf jede Mail!

Danke, Monika M. Hoyer

KW 01-04:
01. Januar 2021 bis 31. Januar 2021

23. Januar 2021:
Nach Krisengipfel: Virologe mit scharfer Corona-Kritik an Merkel und Söder – „Weit weg von Realität“
Merkel wollte Virologe Stöhr nicht bei Krisengipfel dabei haben. Der Epidemiologe riet auch, das Ziel einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 aufzugeben. „Im Winter ist dieser Zielwert illusorisch, reines Wunschdenken.“ In den letzten Wochen habe man gesehen, „dass wir in Deutschland mit einer Inzidenz von 130, 160, vielleicht 180 gut umgehen können. Die Krankenhäuser sind belastet, aber nicht überlastet“. .. Neben dem Münchner Top-Virologen Professor Dr. Alexander Kekulé geht auch dessen renommierter Kollege Professor Dr. Klaus Stöhr mit der Corona-Strategie führender Politiker hart ins Gericht: “Die Schließung von Kindergärten und Grundschulen sei „noch kritischer zu bewerten als Ausgangssperren“. Sie müsse „das letzte Mittel in absoluten Krisensituationen sein – und diese Krisensituation sehe ich derzeit nicht“. Stöhr: „So eine Seuche betrifft Risikogruppen, im Falle von Covid-19 vor allem alte Menschen. Wie man mit einer weiteren Schließung von Kindergarten- und Schulschließungen das Infektionsgeschehen in Altenheimen eindämmen kann, verstehe ich gar nicht.“

Wie man mit weiteren Kindergarten- und Schulschließungen das Infektionsgeschehen in Altenheimen eindämmen kann, verstehe ich gar nicht.

Professor Dr. Klaus Stöhr

KW 47-53:
22. November bis 31. Dezember 2020

folgt…

KW 36-47:
31. August bis 22. November 2020

folgt… (Demo in Berlin wegen Infektionsschutzgesetz”, Video mit Interview Andrej Hermlin

30. September 2020: Redaktionswerk Deutschland
Bund und Länder einigen sich auf Corona-Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants
Bund und Länder haben sich auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt: Die Länder sollen Obergrenzen bei privaten Feiern festlegen. Partys in angemieteten und öffentlichen Räumen sollen auf 50 Teilnehmer beschränkt werden, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. Für Feiern in den eigenen vier Wänden gelten keine verschärften Vorschriften. Eine Beschränkung auf 25 Menschen wird aber “dringend empfohlen

10. September 2020:
Das sind die größten Ängste der Deutschen
“Das Infocenter der R+V Versicherung hat die „Ängste der Deutschen“ 2020 zum 29. Mal analysiert. Wie jedes Jahr seit 1992 wurden im Sommer rund 2400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. Die Ergebnisse sind damit repräsentativ für das Seelenleben der Bundesbürger….”
“Regelrecht in die Höhe geschossen ist dieses Jahr vor allem die Angst vor einem Konjunktureinbruch. Belegte diese Angst im vergangenen Jahr noch Platz 14, hat sie sich jetzt an die vierte Stelle der größten Sorgen geschoben. Diesen pessimistischen Blick auf die deutsche Wirtschaft halten Wissenschaftler für nachvollziehbar: „Anlass und Ursache liegen auf der Hand. Die Bundesrepublik Deutschland erlebt den stärksten Wirtschaftseinbruch ihrer Geschichte“, sagt Manfred G. Schmidt, der an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg Politikwissenschaft lehrt und das R+V-Infocenter seit vielen Jahren bei der Auswertung der Ängste-Studie berät…”
“Dieses Mal hätten die Verantwortlichen einen anderen Weg bestritten, weshalb aktuell wenig auf eine Weltwirtschaftskrise mit dauerhaftem Abschwung hindeute. Dennoch seien die Gefahren nicht vollständig gebannt: „Die Auswirkungen dieser Krise werden erst nach längerer Zeit sichtbar werden, wenn sich Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen nach dem Auslaufen der Stützungsmaßnahmen vollständig zeigen.“

KW 35:
24. – 30. August 2020

29. August 2020: Tagesschau (www.tagesschau.de)
Demo aufgelöst – Proteste gehen weiter
Zur Demonstration in Berlin: Rund 22.000 Demonstranten wurden erwartet – die Veranstalter der Initiative Querdenken hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Auf Transparenten wurde der Rücktritt der Bundesregierung gefordert sowie ein Ende der Schutzauflagen und Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Bei der Demonstration forderte der Initiator Michael Ballweg die Aufhebung aller zum Schutz vor der Corona-Pandemie erlassenen Gesetze sowie die sofortige Abdankung der Bundesregierung.

29. August 2020: KenFM
Anbei die Video-Aufnahmen aus Berlin zur Demo für Frieden und Freiheit, die von Querdenker 711 organisiert wurde und deren geplanter Demo-Zug, der abgesagt wurde. Ein Sprecher sagt: Wir kennen den Grund für die Verzögerung nicht. Die Polizei muss nur das Tor öffnen, dann kann der Zug losgehen… Teilnehmer vermuten, dass die Demo-Parade durch die Politik absichtlich aufgehalten und gezielt sabotiert wurde. “Hätten sie die Schranken geöffnet, wäre alles wie geplant verlaufen”, schätzen Teilnehmer ein.

26. August 2020: SPIEGEL (www.spiegel.de)
Das deutsche Corona-Paradox
Spiegel: ” Auf den Covid-Stationen der Krankenhäuser hat sich die Lage entspannt, auch die Die Situation erscheint paradox: Seit Wochen berichtet das Robert Koch-Institut über langsam steigende Infiziertenzahlen in Deutschland. Mit ein, zwei Wochen Verzögerung sollte dieser Trend eigentlich auch bei der Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und den Corona-Toten erkennbar sein. Doch in beiden Fällen tut sich aktuell kaum etwas…Einen Anstieg vergleichbar mit dem bei den Infektionszahlen gibt es nicht. Und auch keine wiederholten Ausbrüche in Seniorenheimen mit vielen Toten wie zu Beginn der Pandemie.”

25. August 2020 Fuldaer Zeitung
„Gegen Maskenpflicht“: Forscher-Ehepaar Karina Reiß und Sucharit Bhakdi erklärt seine umstrittenen Corona-Thesen
Im Interview mit der Fuldaer Zeitung erklärt das Kieler Forscher-Ehepaar, warum das Coronavirus aus ihrer Sicht nicht gefährlicher ist als das Grippevirus. Sie fordern: „Sämtliche Maßnahmen sollten sofort aufgehoben werden.“ Um die richtige Grundlage für eine Aussage hinsichtlich der Gefährlichkeit eines Virus zu bekommen, muss man aut Bhakdi die Zahl der schwer Erkrankten und die Todesfälle zählen – nicht die Zahl der positiv Getesteten. Die Sterberate beträgt so lediglich 0,1 bis 0,2 Prozent der Erkrankten. Von 1000 Erkrankten sterben also maximal zwei Menschen. Und das liegt exakt im Bereich einer normalen Grippe. Deshalb ist Corona nicht gefährlicher als die Influenza. Auf die Frage, ob man die Risikogruppe Ü-65 nicht besonders schützen müsse, antwortet er: “Ich gehöre selbst zur Risikogruppe. Aber ich möchte nicht, dass die Menschen um mich herum so eingeschränkt werden, dass ihre Existenzen und ihr Leben zerstört werden, nur um mich zu schützen. Das wäre Egoismus.”

24. August 2020 Tagesschau
Der hohe Preis des geringen Wirtschaftseinbruchs
Schwedens Wirtschaft hat die Corona-Pandemie bislang besser überstanden als fast alle anderen europäischen Staaten. Die Tagesschau bleibt berichtet kritisch: “Aber ist das eine gute Nachricht? Das Land zahlt womöglich einen hohen Preis dafür. Schweden hat von Beginn an anders auf das Coronavirus reagiert als die meisten anderen europäischen Länder. Als in Deutschland Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, blieben in Schweden fast alle Bildungseinrichtungen geöffnet. Auch in Ladengeschäften und der Gastronomie ging der Betrieb ohne große Einschränkungen weiter. Nur Großveranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern wurden untersagt. ” Wie die nationale Statistikbehörde Anfang August mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni um 8,6 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal zurück…”

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 26. August 2020

Themen: Zusammenhalt oder Spaltung?

In Deutschland hat man das Gefühl, dass die Menschen durch die Politik gespalten wurden. Die Ängstlichen unter uns glauben der Politik, dass wir immer noch eine “Lage nationaler Tragweite” haben, andere hingegen, dass die Pandemie schon vorbei sei bzw. die Maßnahmen überzogen seien. Wie ist das bei Euch?
Gaby: Die meisten Menschen sind mit unserem “Sonderweg” zufrieden. Wir haben aber auch Freunde, die die sehr verärgert sind, dass Schweden so vorgegangen ist, wie sie vorgegangen sind. Die Menschen sind untereinander deshalb aber nicht zerstritten. Es sind halt andere Ansichten.

Was sagen Eure Experten zum psychischen und seelischen Risiko, das mit der Pandemie einhergeht?
Gaby: Am Anfang wurde gesagt, dass eine Gefahr besteht, dass Kinder und Erwachsene durch Corona psychisch krank werden können, wenn sie Ihre Freunde über so lange Zeit nicht sehen dürfen, ihre Sozialkontakte nicht haben, arbeitslos werden usw. Über das Risiko der psychischen Beeinträchtigung wurde in den Medien viel gesprochen.

Und wie schaut es jetzt, Monate nach Beginn der Pandemie aus? Wie geht es den Kindern mit Eurem “Sonderweg”?
Studien habe ich im Netz nicht gefunden. Es gibt aber eine Organisation, die nennt sich Bries – da können Kinder anrufen, wenn sie Angst haben, jemanden zum Sprechen benötigen…. oder Fragen loswerden können, wie: “Muss meine Oma jetzt sterben?”. Die haben bedeutend mehr Anrufe seit Corona, daher haben sie auch die Personalanzahl vergrößert….das steht in den Zeitungen.

24. August 2020: BR (www.br.de)
Corona-Krise: Wie ist die Lage in Schweden?
BR schreibt:” In der Corona-Pandemie blicken viele Deutsche immer wieder nach Schweden. Denn das skandinavische Land geht seinen eigenen, oft als lockerer beschriebenen Weg im Kampf gegen das Virus. … Das Land fühlte und fühlt sich im Vergleich etwa zu Deutschland nahezu normal an, als ob es Corona als Bedrohung für alle gar nicht gäbe. So sagen es Urlauber, die ins Land gekommen sind. … BR berichtet weiter:” Musiker, Schauspieler, aber auch Betreiber von Museen und Freizeitparks stehen nach eigenen Worten vor dem “Aus”, während Tegnell und die Politik bisher lediglich versprochen haben, sie würden neue Hilfsprogramme überlegen und Ausnahmen der 50-Personen-Regel prüfen, die aber grundsätzlich bleibe. Hier zeigt sich am deutlichsten, was auch im schwedischen Alltag zunehmend spürbar ist.

24. August 2020: Süddeutsche Zeitung (www.sueddeutsche.de)
Mehr Strenge gegen Corona-Welle: Bayern verschärft Bußgelder
Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsressort den Bußgeldkatalog – er soll bereits ab diesem Dienstag gelten. Laut SZ sollen künftig auch Polizisten Verwarnungen aussprechen können; bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich. Die Süddeutsche schreibt: “Insbesondere im privaten Bereich gelten die Kontrollen von Corona-Auflagen – auch was die Zahl von Gästen auf privaten Feiern angeht – als in der Praxis kaum machbar. ” Prallel dazu finde ich im Netz das “Konzept der Infektionsschutzhelfer” ; die als “freiwillige Helfer” sogar ein Zertifkikat bekommen.

24. August 2020: NDR
Corona: Ab heute gilt Maskenpflicht an Schulen
Ab heute gilt in Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht an Schulen. Schüler und Lehrer aller Jahrgänge müssen demnach auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – auch Schüler vor Vollendung ihres sechsten Lebensjahres. Eine entsprechende Verordnung hat die Landesregierung am Sonnabend erlassen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) formuliert die Maskenpflicht folgendermaßen: “Wo immer ich mich auf dem Schulgelände bewege und nicht ausgeschlossen ist, dass mir eine Person aus einer anderen Kohorte begegnet und der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, muss die Maske aufgesetzt werden.” Eine Maskenpflicht gilt nicht …     … innerhalb des Unterrichtsraumes, sofern keine andere Person außerhalb der Kohorte oder Mitarbeiter der Schule anwesend sind …

24. August 2020: Handelsblatt (www.handelsblatt.com)
Arbeitgeber lehnen generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz ab
Es sei zwar sicherlich empfehlenswert, dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können, “Generelle Vorschriften halten wir für wenig zielführend”, betonte Kampeter.

18. August 2020: MERKUR (www.merkur.de)
Coronavirus: „Schweden-Drosten“ erbost – „Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können, ist … “
Schweden ging in der Corona-Pandemie einen Sonderweg. Anders Tegnell ist der schwedische Christian Drosten, das skandinavische Pendant als Topvirologe des Landes. Wie Drosten genießt derzeit auch er ungewohnte Aufmerksamkeit. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen den beiden Forschern: Während Drosten in Deutschland für den teils harten Kurs mitverantwortlich war, steht Tegnell federführend für den schwedischen Sonderweg. Der Staatsepidemiologe setzte mehr auf Eigenverantwortung statt harte Maßnahmen. Der Staatsepidemiologe Anders Tegnell will trotz Kritik an seiner Strategie festhalten: Von einer Maskenpflicht hält er nichts!

KW 34:
17. – 23. August 2020

23. August 2020: Redaktionsnetzwerk Deutschland (www.rnd.de)
In Schweden sinken die Corona-Zahlen: 50-Personen-Grenze soll bald fallen
Während große Teile der Welt in den Corona-Lockdown gingen, entschied sich Schweden für einen anderen Weg. Es gab keine Maskenpflicht, keine Kontaktbeschränkungen. Alle Geschäfte, Schulen bis einschließlich die neunte Klasse, Kindergärten, Büros, Bars, Restaurants, Fitnessstudios, Büchereien und sogar einige Kinos blieben geöffnet. Einige staatlich verordneten Einschränkungen gibt es dennoch. In Altenheimen herrscht ein Besuchsverbot, in der Gastronomie gelten inzwischen Abstands- und Sitzregeln. Und bei öffentlichen Veranstaltungen dürfen seit dem 29. März maximal 50 Menschen zusammenkommen. Doch das soll sich bald ändern. Weil die Zahlen der Neuinfizierten, Intensivpatienten und Toten seit Wochen sinken, hat die Regierung nun angekündigt, die Grenze von 50 Personen für öffentliche Veranstaltungen ab Oktober wieder zu erhöhen.
Ja, das ist unser Vorhaben ab dem 1. Oktober”, bestätigte die grüne Kultur- und Sportministerin Amanda Lind dem Radio Schweden.

Anmerkung MMH: Wie es wirklich in Schweden geregelt war, siehe Zeitzeugenausage vom 5. April (von Gaby aus Schweden,weiter unten) und die Wochen danach!

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 26. August 2020

Themen: Kino, Restaurants

Wie hast Du es in Stockholm mit den Kinos und den Restaurants erlebt?
Gaby: Ins Kino ist anfangs kein Mensch gegangen. Die Kinos waren etliche Woche geschlossen. Als sie wieder öffneten, da war das Kino maximal zu 30% gefüllt, es wurde auch nicht jede Reihe besetzt, es blieb immer eine (oder mehr) Reihen frei. Bei den Restaurants war es ähnlich.

23. August 2020 Zeit Online (www.zeit.de)
Kramp-Karrenbauer regt Maskenpflicht am Arbeitsplatz an
Noch mehr Maske? CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert dafür, zu prüfen, ob man die Maskenpflicht bundesweit auf alle Schulen und Arbeitsplätze ausweiten sollte. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht sich dafür aus, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und im Schulunterricht zu prüfen.
In Kiel hat ein Schüler gegen das Tragen einer Maske im Unterricht Widerspruch eingelegt. Das Gericht entschied, er müsse die Mund-Nasen-Bedeckung vorerst nicht aufziehen.

21. August 2020: Welt (www.welt.de)
Deutschland wird zum unbezahlbaren Wohlfahrtsstaat

Die Sozialausgaben übersprangen laut Bundesarbeitsministerium 2019 erstmals den Wert von einer Billion Euro – ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Pleitewelle, die Deutschland im Herbst 2020 erwartet, das Kurzarbeitergeld und die höheren Kosten in der Krankenversicherung durch Corona lasse einen zusätzlichen starken Anstieg der Sozialausgaben erwarten.

20. August 2020: ZDF (www.zdf.de)
Oktoberfest in China
ZDF berichtet: “In München fällt dieses Jahr das Oktoberfest aus, aber in Qingdao findet es statt. Mit 1,2 Millionen Besuchern ist es das größte Bierfest in Asien. Ohne Maske, ohne Absatand.”

20. August 2020: Süddeutsche Zeitung (www.sueddeutsche.de)
Fresenius-Chef kritisiert: Nicht alles auf Corona ausrichten

Fresenius-Chef Stephan Sturm kritisiert das Corona-Krisenmanagement der Politik. Es sei ein Fehler gewesen, “alles komplett einseitig auf die Pandemie auszurichten”. Das gelte für viele Bereiche der Gesellschaft, besonders jedoch für die Medizin. “Wir haben alles runtergefahren. Und das, obwohl die große Corona-Welle gar nicht kam”, äußerte Sturm und meinte damit die 86 Kliniken des Dax-Konzerns. Er erkennt, dass Covid-19 sei zwar eine große Bedrohung sei, nennt im gleichem Atemzuge aber auch Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebs. Da die Kliniken von Fresenius angehalten worden sind, den normalen Klinik-Betrieb herunterzufahren und alles auszublenden, habe es viel weniger Untersuchungen gegeben. “Deshalb wurden viele Erkrankungen nicht festgestellt.” Die daraus folgenden Schäden seien nicht so greifbar wie die Zahl der Corona-Opfer, so Sturm. “Aber sie sind da”.

20. August 2020: FAZ (www.faz.net)
Was deutsche Behörden Familien in der Pandemie androhen

Kein Kuscheln, Isolation zu Hause – und zur Not zwangsweise Absonderung. So drohten Behörden in mehreren Bundesländern Familien, deren Kinder Kontakt mit Infizierten hatten. Der Kinderschutzbund fordert eine Klarstellung von Gesundheitsminister Spahn. Doch der hält sich bedeckt. Die Hintergrundstory: Im Juli war in Bruchsal im Kreis Karlsruhe eine Grundschullehrerin positiv getestet worden, 46 Kinder mussten in häusliche Quarantäne. Den Eltern der Viertklässler schrieb die Stadt, im Haushalt sei „nach Möglichkeit“ eine „zeitliche und räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern“ einzuhalten. Sei ein Kontakt dennoch „unumgänglich“, solle „ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden …
Der Kinderschutzbund protestiert gegen Behörden, die Familien bei Nichtbeachtung von Quarantäneregeln mit Kindesentzug gedroht haben sollen.

Die Nicht-Reaktion von Spahn: Einfach ungehOyerlich!

19. August 2020: Universität Bonn
Prof. Dr. Hendrik Streeck sagt einige weise Worte: Das tatsächliche Risiko ist gering, das gefühlt Risiko ist groß… Die Wahrscheinlichkeit durch eine Mandelentzündung langzeitgeschäden zu erleiden ist sehr gering… die Wahrscheinlichkeit vom Flugzeug abzustüzen ist sehr gering … die Gefahr durch Corona Langzeitschäden zu erleiden ist sehr gering… (siehe Video)

KW 30 – 33:
20. Juli – 16. August 2020

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 16. August 2020

Themen: Die vielen Toten in Schweden / Statistiken

Ist die Pandemie bei Euch wirklich schlimmer als im Rest der Welt?
Die ausländische Presse berichtet viel darüber, dass bei uns sehr viele Menschen im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl gestorben sind.
Das ist ja auch wahr.
(Wobei GB, Italien, Spanien und Belgien noch viel schechter sind)
Das ganz große Problem in Schweden war, dass sie die Altenheime zu Beginn nicht ausreichend geschützt haben. Von den rund 5000 Leuten die mit Corona gestorben sind, sind über 2600 sehr alte Leute in Altenheimen gestorben.

In schwedischen Altersheimen gab es mehr Corona-Verstorbene als in Norwegen oder anderswo. Wie ist das zu erklären, zumal es ja bei Euch auch seit Ende März ein Besuchsverbot für Angehörige gibt?
Gaby: In Norwegen haben sie ein sehr professionelles Konzept in den Altenheimen. Dort haben sie festes  Personal, eigene  Ärzte, eigene Krankenschwestern.
In Schweden haben wir ganz viele (schlecht bezalte / ungelernte) Pflegekräfte, die auf Stundenbasis arbeiten. Einige gehen von Haus zu Haus. Ein großes Problem war, dass Pflegekräfte, die auf das Geld angewiesen waren auch dann zur Arbeit gingen, wenn sie verschnupft waren. Sonst hätten sie ja kein Geld bekommen. Wenn Menschen das Geld zum Überleben brauchen, dann kann man deren Gedankengang natürlich auch verstehen. Und so der Virus in viele Altenheime rein getragen worden. Das war ein großes Problem.
(Siehe dazu auch den Link zum Artikel vom 23. Juli 2020, unten)

23. Juli 2020: Deutschlandfunk Kultur (www.deutschlandfunkultur.de)
Coronavirus in Schweden: Tödlicher Sonderweg für die Alten?
DeutschlandfunKultur schreibt: “Etwa die Hälfte der Menschen über 70 Jahren, die in Schweden an oder mit Covid-19 starben, war in einem Heim untergebracht. Auf dem Höhepunkt der Pandemie, Mitte April, starben mehr als 100 Menschen täglich. Inzwischen sind die Todeszahlen deutlich gesunken – seit Anfang Juli liegen sie fast immer bei weniger als zehn Menschen pro Tag. Hätte ein kompletter Lockdown womöglich Menschenleben retten können? Die schwedische Regierung hat dazu eine Coronakommission eingesetzt, die die Ursachen aufarbeiten soll.” Die Sozialarbeitsforscherin glaubt NICHT, dass „geschlossene Grenzen oder Schulen etwas geändert hätten“ – sieht die Gründe darin, dass “die Ausbreitung an den Strukturen der Pflegeeinrichtungen liegt: zu wenig und zu unerfahrenes Personal etwa. Und infizierte Mitarbeiter, die trotz Symptomen zur Arbeit gegangen sind.“ Ein Lockdown hätte Ihrer Meinung nach keinen großen Unterschied gemacht.

10. Juli 2020 NDR (www.ndr.de)
UKE-Studie: Kinder leiden psychisch stark unter Corona
Das Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt in einer von denen ausgeführten deutschen Studie erstmals, wie sich die Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt hat. NDR berichtet: Demnach fühlen sich mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Krise seelisch belastet. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen. Das Risiko für psychische Auffälligkeiten habe sich fast verdoppelt. Wie für wissenschaftliche Studien üblich, wurden die Ergebnisse mit Daten einer Langzeituntersuchung aus der Zeit vor Corona verglichen. “Wir haben mit einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens in der Krise gerechnet”, sagte Studienleiterin Ulrike Ravens-Sieberer. “Dass sie allerdings so deutlich ausfällt, hat auch uns überrascht.”

02. Juli 2020: Handelsblatt (www.handelsblatt.com)
Merkel hält an Corona-Ausnahmezustand fest – doch es gibt rechtliche Zweifel
Die Kanzlerin hält die eingeräumten Sonderrechte der Regierung wegen Corona weiter für geboten. Ein Gutachten im Auftrag der FDP kommt zu einem anderen Schluss. Berlin Angela Merkel verfolgt in der Coronakrise eine Politik der äußersten Vorsicht. Daran ändern auch die bundesweit niedrigen Infektionszahlen nichts. Weil sie die Situation als “unsicher” einstuft, sei es aus Ihrer Sicht weiterhin eine epidemische Lage. Und meint damit die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“, die der Bundestag vor drei Monaten mit breiter Mehrheit feststellte und damit die Regierung zu Alleingängen bei der Pandemiebekämpfung ermächtigte.

KW 26 – 29:
26. Mai – 19. Juli 2020

10. Juni 2020 OE24 (www.m.oe24.at)
Eklat in NÖ: Schulkinder müssen an Leine gehen
Unglaubliche ”Corona-Maßnahme”: Schulkinder einer 4. Volkschulklasse mussten im Bezirk Krems an einer Leine im Gänsemarsch spazieren gehen. Die Leine soll dabei helfen, dass die Kinder den vorgeschriebenen 1-Meter-Mindestabstand einhalten. “Im Freien Masken tragen und an einer Leine gehen, ist für unsere Kinder weder sinnvoll noch menschenwürdig. Vor allem aber ist es ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass es an vernünftigen und praxistauglichen Vorschlägen zur Umsetzung der Corona-Regeln aus der Bildungsdirektion fehlt”, empört sich Neos-Landessprecherin Indra Collini über ein ihr zugespieltes Foto auf Facebook.

Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass aus Unwahrheit und Gewalt auf Dauer niemals Gutes entstehen kann.

Mahatma Gandhi (1869 – 1948)

KW 22- 25:
25. Mai – 21. Juni 2020

Zeitzeugin: Gaby aus Schweden / Stockholm und Umland
Gaby: 09. Juni 2020

Thema: Midsommerfest (19. – 20. Juni)

Wie feiert Ihr das Mitsommerfest?
Alle zerbrechen sich den Kopf, weil der wichtigste Tag des Jahres „Midsommerfest“ ins Wasser fällt.Wir bleiben in sehr kleiner Runde…

19. Juni 2020: Tagesschau (www.tagesschau.de)
Mittsommer ist normalerweise Schwedens Party des Jahres. Doch dieses Mal gibt es wegen Corona viele Einschränkungen. Die Sorge: Viele werden sie ignorieren – und die Corona-Zahlen steigen.
Auch, weil Staatsepidemiologe Anders Tegnell seine Schweden noch einmal auf die Corona-Sonderlage hinwies und Verhaltensempfehlungen erneuerte – sogar auf Englisch, damit es Touristen verstehen, wenn denn welche da sind. “Abstand halten”, meint er, “am besten draußen feiern, sich verantwortungsvoll benehmen und keine Leute treffen, zu denen man nicht schon vorher Kontakt hatte.” Viele werden sich wohl nicht daran halten, vor allem Jüngere. Und das ist die große Angst in Schweden….. Und dass dieses Fest ein Test wird für das Verhalten der Schweden in den kommenden Sommerwochen. Im schlimmsten Fall steigt nach diesem Wochenende …. die Zahl …..der Corona -Neuinfektionen.

Zeitzeugin: Gaby aus Schweden / Stockholm und Umland
Gaby: 09. Juni 2020

Thema: Schulchulöffnung, Infektionsgeschehen

Was gibt es Neues zum Thema Schule?
Gymnasien und Universitäten sollen zum 15. Juni wieder geöffnet werden. Was irgendwie Schwachsinn ist, weil heute die Sommerferien anfangen. Aber es wurde halt bekannt gegeben und zum Herbst hin sollen die Schulen wieder normal laufen. Das einzige, was sie nicht öffnen sind die Abendschulen. Wo z.B. Ausländer schwedisch lernen oder ihren Schulabschluss nachholen. Die Extra-Schulen wollen sie noch nicht öffnen. Wahrscheinlich befürchten sie, dass die Kreise  noch mehr dazu beitragen, dass der Virus verteilt wird. Bei uns sind die Stadtteile, wo Ausländer wohnen, stärker betroffen. Wahrscheinlich, weil sie die Information nicht lesen konnten, sich deshalb nicht an die Regeln gehalten haben. Wenn die Regeln auf Schwedisch stehen und die sprechen nur arabisch, dann ist das ein Problem.
In den Nachrichten haben sie gerade gesagt, dass es einige Stadtteile im Süden von Stockholm gibt, die stärker mit Infektionen betroffen sind. Ich kenne da aber keinen persönlich.

KW 18 – 21:
27. April – 24. Mai 2020

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 16. Mai 2020

Themen: Denunzianten, Inlandsreisen

Für Mecklenburg-Vorpommern gilt seit dem 19. März 2020, dass jeder, der dort nicht seinen Hauptwohnsitz hat, unverzüglich das Bundesland zu verlassen hat. Somit auch die, die dort eine Zweitwohnung haben, solange sie nicht unter die strengen und (unklar definierten) Ausnahmeregelungen fallen. Ab dem 1. Mai dürfen die, die eine Zweitwohnung dort haben, wieder einreisen, hieß es. Umso überraschender war für viele der 1. Mai, als das Ordnungsamt bei vielen Wochenendhausbesitzern vorbei schaute und sie zum Abreisen zwang – weil zwar Zweitwohnsitzsteuer, nicht aber die (freiwillige) Meldung als Nebenwohnsitz beantragt wurde. Bürokratie vor Vernunft und Sinnhaftigkeit – das ist die deutsche Strategie in der Corona-Krise. Wie schaut es bei Euch aus?
Das ist ja echt abgefahren.
Was bei Euch so abgeht, nur 1000 km entfernt.
Mit Ordnungsamt, die auf Dein Grundstück kommen?
(erschüttert) Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll.
Nein, sowas gibt es bei uns nicht.


Welche Regelungen habt Ihr jetzt im Mai, um das Infektionsgeschehen einzudämmen? Gibt es etwas Neues zu berichten?  
Bei uns ist es wie eh und je.
Es werden massenhaft Empfehlungen raus gegeben.
Es wird gesagt, dass man im Sommer davon ausgehen soll, dass man nicht verreisen darf. Weder ins Ausland, noch in Europa.
Und in Schweden sollen wir auch nicht herumreisen.
Es wird immer noch gesagt, dass man so wenige Leute treffen soll, wie möglich.
Dass wir am besten zuhause bleiben sollen.
Aber es ist wie eh und je.
Es sind Ratschläge, Empfehlungen, keine Verbote!

Und, halten sich die Schweden an die Empfehlungen? So ganz ohne Strafen und Bußgeldkatalog?
Es wird gebeten, dass man da mitmachen soll.
Und die Allermeisten machen ja auch mit.
Es gibt aber keine Verbote.
Wir sind jetzt auch gerade in unserem Sommerhaus auf der (sehr einsamen) Insel. Wo wir fast jedes Wochenende verbringen. Dort ist es für uns sicherer.
Und wir haben jetzt zum zweiten Mal, nach acht Wochen (freiwilliger) Isolation zwei Freunde zu Besuch  bekommen. Letzte Woche und diese Woche.

Wir halten uns an die Empfehungen: Wir umarmen uns nicht …
Wir halten Abstand … und treffen uns in kleinen Gruppen.  

04. Mai 2020: Universität Bonn
Ergebnisse der „Heinsberg-Studie“ veröffentlicht
Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gilt als Brennpunkt für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Nach einer Karnevalssitzung kam es dort zu einer in Deutschland frühen und massenhaften Ausbreitung des Erregers. Im Rahmen der Studie hatte ein Forschungsteam um Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann von der Universität Bonn in der Ortschaft Gangelt eine große Zahl von Einwohnern befragt, Proben genommen und analysiert.

KW 14 – 17:
30. März – 26. April 2020

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm umd Umgebung
Wann? 24. April 2020

Themen: Wirtschaft und Kurzarbeit

Wie wirkt sich Corona auf Deinen Arbeitgeber / Job aus?
Unser Arbeitgeber (Architektenbüro) hat jetzt mit Kurzarbeit angefangen. Sie haben aber auch gute Gründe und diese sehr nett erklärt. Viele Aufträge sind weggebrochen. Die Absicht unserer Chefs ist, dass sie keinem kündigen wollen. Und deswegen werden ganz viele von uns in die Kurzarbeit geschickt. Damit die Geld sparen können und sie diese schwierige Zeit überstehen.
Wie ist die Kurzarbeit bei Euch geregelt?
Ab 1. Mai gilt es dann, dass wir nur 60% arbeiten und der Rest des Gehaltes über den Staat unterstützt wird. So bekommen wir rund 92% unseres Gehaltes. Die Lücke, die für die Rente entsteht, wird auch vom Arbeitgeber ausgeglichen.

Was machst Du in der Zeit, in der Du nicht arbeitest?
Unser Büro will die Zeit gut nutzen. Das heißt nicht, dass ich mich zwei Tage die Woche zu Hause in die Sonne legen kann. Wir werden die Zeit für interne Aus- und Fortbildung nutzen. Man kann immer was dazu lernen. Ich finde das Konzept sehr sehr sinnvoll. Es ist bei uns alles sehr gut durchdacht, wir haben eine riesige To-Do-Liste. Die Zeit wird positiv genutzt in einer anstrengenden Phase im Leben.
Wir sind stolz auf unser Büro.

25. April 2020: SPIEGEL (www.spiegel.de)
Eine goldene Gelegenheit”
Im Kampf gegen Covid-19 regieren Staatschefs weltweit mit Notstandsgesetzen und Sonderregelungen. Politiker mit autokratischen Neigungen nutzen die Krise als Vorwand, um ganz andere politische Ziele durchzusetzen. Weltweit haben Parlamente ihre Regierungen in der Coronakrise mit Sonderrechten ausgestattet, damit führende Politiker effizient gegen die Epidemie vorgehen können. Die Bürger müssen dafür fundamentale Grundrechte aufgeben, wie zB. das Recht, sich frei bewegenzu können, sich zu versammeln und sogar deren Meinung frei zu äußern. Problematisch ist, dass die Notstands-Ermächtigungen keineswegs automatisch aufgehoben werden sollen, wenn die Gefahr von Covid-19 vorüber sein wird.

MEIN LESETIPP:
24. April 2020 StGallen24 (www.stgallen24.ch)
Der Spuk muss ein Ende haben
“Ist der Shutdown der teuerste Fehlschlag aller Zeiten?”, fragt Nationalrat Roger Köppel in seinem Weltwoche-Editorial. “Indizien mehren sich.”
Das Editorial von Roger Köppel im Wortlaut: “Kann es sein, dass der bundesrätliche Corona-Kurs ein tragischer Irrweg ist? Das Resultat einer medial-epidemiologisch befeuerten Politpanik, die Milliarden an Volksvermögen vernichtet und künftige Generationen auf Jahrzehnte hinaus belastet?
Wird der Corona-Frühling 2020 in die Geschichte eingehen als massenpsychologisches Hysteriephänomen, das mehr Existenzen ruiniert als die Krankheit, die allerdings ganzen Gesellschaften und ihren Regierungen vorübergehend den Verstand raubte?
Die Zahlen lassen diesen Schluss zumindest nicht als vollkommen abwegig erscheinen. Schauen wir auf die Schweiz. Die Katastrophe ist ausgeblieben. Die Horrorszenarien traten nicht ein. Werden sich diese Wissenschaftler jemals für ihre Angstmacher-Diagnosen verantworten müssen?

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 21. April 2020

Themen: Sport, spielende Kinder

Bei uns in Hamburg sind Spielplätze, Sportplätze, sogar Fitnessgeräte für Einzelpersonen im Wald gesperrt. Öffentliche Spielplätze für Kinder sind geschlossen, sogar die im Wald, wo man nur ganz alleine Fitness betreiben könnte. Kindergärten und Schulen sind weiterhin geschlossen, Jugendliche dürfen sich in Deutschland auch nicht mit Freunden treffen.Paradoxerweise haben aber ausgewählte Läden (unter 800qm) wieder geöffnet, allerdings mit Abstandsregeln. In den sozialen Medien wird viel gepostet, dass viele Hygieneregeln des Staates als “unsinnig” empfunden werden. Viele Fälle landen vor Gericht, die Verordnungen der Länder werden alle paar Tage aktualisiert. Es brauen sich diverse systemkritische Gruppen zusammen, die von den “Mainstream-Medien” als Verschwörungstheoretiker abgetan werden.

Welche Freiheiten haben Kinder und Jugendliche bei Euch?
Es sind wenig Kinder auf dem Spielplatz. Viel weniger als sonst. Die Spielplätze sind aber nicht abgesperrt.
Die Kinder aus dem Kindergarten spielen den ganzen Tag auf dem Spielplatz.

MEIN LESETIPP!
21. April 2020: Mitteldeutscher Rundfunk (www.mdr.de)
Corona-Denunziationen: “Aufrufe aktivieren die dunklen Seiten der Menschen”
Seit Mitte März hat die Polizei in Sachsen über 3.500 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz registriert. Ein Teil davon geht laut MDR auf “Bürgerhinweise” zurück. Ob es sich dabei um Denunziationen handelt, wird heftig im Netz diskutiert. Christoph Thonfeld, wissenschaftlicher Leiter der KZ-Gedenkstätte Dachau hat zu Denunziationen und Verrat geforscht. Im Interview mit MDR SACHSEN erklärt er, was Denunziationen sind und was sie so heikel macht.
Er nennt unterschiedliche Gründe, wieso Menschen von Denunzianten an Behörden gemeldet werden: Mal geht es darum, dem Nachbarn eins auszuwischen, weil man sich sowieso nicht versteht. Andermal darum, seine Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren.
Aufrufe des Staates aktivieren in jedem Fall die “dunklen Seiten der Menschen”. Es wird Ihnen der Raum gegeben, sich auszutoben, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Insofern trifft den Staat eine Mitschuld, Denunziationen und Bürgerhinweise auf so eine Art zu aktivieren.

Die Kontroll-Aufrufe des Staates: Einfach ungehOyerlich!

13. April 2020: FAZ (www.faz.de)
Die junge Generation braucht Freiräume“
Jugendliche trifft die Corona-Krise in einer Phase, in der sie nach ihrem eigenen Weg suchen. Gegenüber der FAZ mahnt ein Erziehungswissenschaftler: Man darf sie deshalb nicht aus dem Blick verlieren” und erklärt, wie sich die Zeit positiv gestalten lässt. Junge Menschen grenzen sich in der Phase des Erwachsenwerdens von den Eltern ab, entwickeln eigene Interessen und Routinen, machen erste sexuelle Erfahrungen. Vieles davon passiert normalerweise „außer Haus“. Dieser Prozess wurde durch die Krise jetzt abrupt gestoppt. Das soziale Leben junger Menschen ist quasi stillgelegt.

12. April 2020 FOCUS (www.focus.de)
Mit Corona-Papier geht Laschet auf Distanz zu Söder, Steinmeier und Merkel
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht auf Distanz zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und seinem bayerischen Amtskollegen Markus Söder CSU. Mitten in seiner Diskussion um eine geplante Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen für NRW stellte Merkel klar, wer in Deutschland am Ende das Sagen hat: “Als Bundeskanzlerin habe ich bei allem Respekt vor jeder Meinung und bei allem Respekt vor jedem Argument (…) eine übergeordnete Verantwortung.” Ihre Rolle sei, “wirklich das zu sagen, was ist”. Damit reklamierte Merkel nicht nur die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin für sich, sondern auch: die Wahrheit.
Anmerkung MMH: Das Verhalten von Angela Merkel: Einfach ungehOyerlich!

Zeitzeugin: Gaby, aus Schweden / Stockholm und Umgebung
Wann? 05. April 2020

Themen: Der schwedische “Sonderweg”

Gaby, wie geht es Euch in Schweden?
Ich habe von meinen Kieler Freunden schon von all den Einschränkungen bei Euch gehört. Dass man nur noch zum Einkaufen raus geht. Ganz Kiel ist wie eine Gespensterstatt. Ja, hier in Schweden ist es wirklich noch anders.Schweden hat ja auch eine ganz andere Richtung (den sogenannten “Sonderweg”) eingeschlagen.

Welche Richtung ist Schweden denn eingeschlagen?  
Vernünftiges Handeln wurde uns geraten. Wir haben auch massenhaft Beschränkungen. Das Leben ist für uns auch nicht mehr so, wie es vor Corona war. Das Leben hier ist aber wirklich nicht so streng wie bei Euch.
Umgangstechnisch sollen wir auch keine Freunde treffen. Es ist aber kein Zwang oder Verbot, sondern eine Empfehlung. Und hier geht auch keine Polizei herum die kuckt, dass man nicht raus geht. Wir fühlen uns noch frei.
Hier sind wahnsinnig viele Menschen, die spazieren gehen. Hier fällt einem ja sonst auch die Decke auf den Kopf, wenn man den ganzen Tag drinnen ist. Wir dürfen uns treffen, aber die meisten Schweden vermeiden das. Aber halt keine Verbote.Silva ist bei ihrem Freund. Martha hatte eine Freundin über Nacht bei uns.

Und wie schaut es mit Ostern aus?
Zu Ostern wird empfohlen, dass die Stockholmer nicht zu ihren Sommerhäuschen gehen, den Virus dort nicht hinschleppen. Es sind aber alles Empfehlungen, keine Verbote. Wir sollen es mit Vernunft angehen.  

Gibt es denn gar keine Verbote?
Doch. Das einzige was verboten ist, sind Besuche im Krankenhaus und im Altenheim. Die haben „dicht“ gemacht. Und große Veranstaltungen. Die sind auch nicht erlaubt. Alles andere sind Empfehlungen. Und die meisten halten sich auch daran.

Wie schaut es mit Homeoffice aus?
Den Menschen, die in Stockholm wohnen und arbeiten wurde empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben. Von Zuhause aus zu arbeiten. Jetzt wohne ich ja nicht in Stockholm, aber ich arbeite in Stockholm. Von daher arbeite ich seit drei Wochen (seit dem 14. März), als die Empfehlung raus kam, im Homeoffice.Wir sind im Büro ca.80 Leute und ich würde sagen, aktuell bleiben die Hälfte oder sogar mehr wirklich zu Hause. Aus unterschiedlichen Gründen: Entweder, um dem Rat der Politiker zu folgen oder, weil ein Angehöriger krank ist… das muss ja nicht Corona sein…, oder weil man sich selbst erkältet fühlt.Ich selbst bin nur einmal die Woche nach Stockholm rein gefahren, um mir neue Arbeit zu holen. Das kappt ganz gut. Uns wird gesagt, dass der Zustand nicht Wochen, sondern Monate so gehen wird. Wenn man im Norden oder Süden lebt, wird man vielleicht nicht zu Hause bleiben.Die Züge, die sonst gerappelt voll sind, sind zurzeit halb leer. Wenn man am Bahngleis steht, dann steht da oben der Lauftext: „Fahr wirklich nur, wenn Du wirklich musst, respektiere den Abstand und vermeide die Zeit, wo die meisten fahren.“ Damit nicht alle gleichzeitig im Zug sitzen.

Habt Ihr bei Euch auf der Arbeit Corona-Fälle?
Wir haben jetzt vermutlich fünf bekannte Corona-Fälle im Büro. Naja, was heißt bekannt. Hier wird ja keiner mehr getestet. Die fünf fühlten, dass sie etwas hatten, was sie vorher noch nie hatten. Daher kann man sich vorstellen, dass es Corona sein könnte.  

Wie schaut das Leben für die Kinder und Jugendlichen aus?
Die Kinder haben ab der 9. Klasse Distanzunterricht. Marta und Silva (ihre Töchter, eine ist am Gymnasium, die andere ist Studentin) haben ihren Unterricht von Zuhause aus. Mit Laptop und Internet hören sie, wie die Lehrer ihre Vorlesungen halten.
Das gilt somit nicht für die Kindergärten und Grundschulen, die hier bis zur 9. Klasse geht. Kindergärten und Schulen waren die ganze Zeit offen.  
In Schweden vertritt man die Ansicht, dass wenn man alles gleich reduziert und alles verbietet und alles schließt, dass dann das System zusammenbricht. Und die Menschen werden sich dann auch irgendwann nicht mehr an die Regeln  halten. In Schweden ist man der Ansicht, man muss die Sicherheitsvorkehrungen Schritt für Schritt  steigern, wenn die Situation es erfordert.Sie haben damit begonnen, die Gymnasien und Universitäten zu schließen, weil man der Ansicht ist, dass diese Schüler sich selbst beschäftigen können, sie die Erwachsenen nicht zum Lernen nicht benötigen. Ein sechsjähriges Kind kann ich ja nicht alleine zu Hause lassen. Die benötigen ja einen Erwachsenen, der auf sie aufpasst. So sieht es aus.

Wie schaut es um Eure Wirtschaft und Jobs aus?  
In Schweden gehen viele in Arbeitszeitverkürzung. Janne (ihr Mann) ist auch betroffen. Bei uns im Architektenbüro sind auch massenhaft Projekte storniert worden, sodass wir mit Stellenabbau rechnen müssen.

Wie schaut es mit dem Infektionsgeschehen in Schweden aus?
Wie Ihr vermutlich wisst, ist das Zentrum von Corona in Stockholm. Dort fing es an. Genau nach der Sportwoche, als die Urlauber aus dem Skiurlaub aus Italien zurückkamen. Viele Bereiche in Schweden sind vermutlich noch gar nicht vom Virus betroffen.Die Corona-Kurve steigt jetzt auch an.
In Stockholm wurde befürchtet, dass sie das Maximum in den Krankenhäusern jetzt erreichen. Aber bisher ist die Kurve in Schweden ja langsam angestiegen, sodass die Katastrophe hoffentlich nicht soo groß wird.

02. April 2020 Der Tagesspiegel (www.tagesspiegel.de)
So vergiftet das Coronavirus die Atmosphäre in deutschen Urlaubsgebieten
In Mecklenburg-Vorpommern sind – ähnlich wie in Schleswig-Holstein – mit Wirkung vom 19. März „touristische Reisen aus privatem Anlass“ untersagt. Das Aufenthaltsverbot gilt auch für jene, die einen Zweitwohnsitz an der Küste unterhalten. Ausnahmen gelten nur für jene, die „einer erwerbsmäßigen und selbstständigen Tätigkeit“ nachgehen, „also wenn sie zum Arbeiten ins Land kommen“. Menschen mit dem “falschen PKW-Kennzeichen” verichten von einem Klima der Einschüchterung und offener Feindseligkeit. „Du bringst uns Corona“, war auf einen Zettel geschrieben, der bei Otterndorf – an der Elbmündung gelegen – an der Windschutzscheibe eines ortsfremden Autos klebte.

01. April 2020: FragDenStaat (www.fragdenstaat.de)
Wie umgehen mit der Corona-Pandemie?
Seit einer Woche berichten deutsche Medien über ein Strategiepapier des Bundesinnenministeriums, das den Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Pandemie vorzeichnen soll. Bisher hat das Ministerium das 17-seitige Strategiepapier mit dem Titel „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ nicht veröffentlicht – es als Verschlusssache deklatiert – und nach dem 18. März an weitere Ministerien sowie das Bundeskanzleramt verteilt. Fragdenstaat ging vor Gericht und schaffte es, das das Dokument der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Übrigens: FragDenStaat ist spendenfinanziert!

30. März 2020: Spektrum der Wissenschaft (www.spektrum.de)
Psyche in der Krise
Kontaktverbote, Quarantäne, Ausgangsperren: Die Corona-Krise bedroht nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere psychische Gesundheit. Sprektrum der Wissenschaft berichtet: “Am 22. März 2020 spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Grund der Coronavirus-Pandemie ein bundesweites Kontaktverbot aus. Auf die Straße dürfen Bürgerinnen und Bürger fortan lediglich zu zweit oder mit Personen, mit denen sie den Haushalt teilen. Zu allen anderen gilt es einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. In Bayern ist das Verlassen der Wohnung vorübergehend sogar nur noch aus triftigen Gründen gestattet, etwa um zur Arbeit zu gehen, einzukaufen oder einen Arzt aufzusuchen. Kitas und Schulen sind geschlossen, Konzerte und Theatervorstellungen abgesagt.”

KW 8-13:
17. Februar – 29. März 2020

27. März 2020: Spielgel Politik (www.spiegel.de)
Vertrauliche Regierungsstudie beschreibt Corona-Szenarien für Deutschland
Mehrere Wissenschaftler haben nach SPIEGEL-Informationen für das Innenministerium untersucht, wie sich die Epidemie ausbreiten könnte. Das Ergebnis mündete in einem 17-seitigen Strategiepapier. In einem Worst-Case-Szenario beschreiben die Wissenschaftler, was passiert, wenn der Staat gegen die Corona-Epidemie nur wenig unternimmt, etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Infolgedessen wären laut Strategiepapier in kürzester Zeit 70 Prozent der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 Prozent der Intensivpatienten müssten von den Krankenhäusern abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze. So das Szenario der vermeintllichen Experten.

11. März 2020: Deutsche Wirtschaftsnachrichten
(www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)
Lungenarzt schlägt Alarm: Wirtschaft und Politik wollen das Corona-Virus für ihre Zwecke instrumentalisieren
Für den Arzt und Gesundheitsexperten Dr. Wolfgang Wodarg ist das Corona-Virus nur eines von vielen Viren, die Erkrankungen der Atemwege auslösen können. Der ehemalige Bundestags-Abgeordnete warnt vor einer Instrumentalisierung durch Wirtschaft und Politik. Wolfgang Wodarg: Akute Atemwegserkrankungen wie Grippe oder Erkältungen gibt es in jedem Jahr. Dafür sind neben Rhino-, Influenza-, RSV- und weiteren auch Corona-Viren verantwortlich. 5 bis 15 Prozent der grippeähnlichen Erkrankungen lassen sich auf sie zurückführen. Die genauen Anteile variieren von Jahr zu Jahr. Das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so sein. Das Besondere der letzten Wochen ist keine Zunahme der Coronavirus-Erkrankungen, sondern die Aktivität der Spezialisten, die nach ihnen suchen.

Weitere Beiträge aus dieser Rubrik

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
5 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
5
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x
Love-Mail.png

BIST DU DABEI?

Abonniere meine Blog-Artikel und erhalte regelmäßig spannende Einblicke, Tipps und Tools aus der Welt der angewandten Psychologie. Melde dich jetzt an, und erhalte den Hirntypen-Guide als Willkommensgeschenk. Viel Spaß beim Lesen!

Send this to a friend